Massen-Import enthüllt
Der Zitrus-Schock: Baden-Württemberg importiert 270.000 Tonnen Früchte – Ein Land dominiert den Markt und schlägt alle Rekorde!
Sie sind Vitaminträger, Seelentröster und ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Küche: Zitrusfrüchte. Doch wie viele Orangen, Mandarinen und Zitronen verzehren die Menschen in Baden-Württemberg wirklich? Das Statistische Landesamt liefert jetzt überraschende Zahlen zum Import im Jahr 2024, die einen dramatischen Anstieg des Konsums belegen.
Insgesamt importierte Baden-Württemberg im Jahr 2024 rund 270.600 Tonnen Zitrusfrüchte im Wert von über 352 Millionen Euro aus dem Ausland.
Der Verzehr-Rekord: 24 Kilo pro Kopf!
Rechnet man die gigantische Importmenge auf die Bevölkerung des Südwestens um, ergibt sich ein erstaunlicher Pro-Kopf-Verbrauch:
-
24,1 Kilogramm Zitrusfrüchte pro Einwohner im Jahr 2024.
-
Das entspricht rein rechnerisch etwa 2 Kilogramm pro Monat und somit dem Gewicht von etwa 13 Orangen (à 150 Gramm).
Der Boom: 11,6 % mehr als im Vorjahr
Die Lust auf Zitrusfrüchte ist stark gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr 2023 ist die eingeführte Menge um 28.100 Tonnen bzw. 11,6 % angestiegen. Im Jahr 2023 lag der Pro-Kopf-Import noch bei lediglich 21,6 Kilogramm.
Die Einfuhrmenge wird erwartungsgemäß durch die saisonale Verfügbarkeit bestimmt: Das 1. und 4. Quartal (Wintermonate) dominierten den Import mit einem Anteil von insgesamt 73,4 % am Jahreswert.
Das wichtigste Bezugsland: Spanien schlägt die Konkurrenz
Bei der Herkunft der Zitrusfrüchte gibt es einen überlegenen Marktführer:
-
Spanien war 2024 mit einem Anteil von 88,0 % (238.200 Tonnen) das mit Abstand wichtigste baden-württembergische Bezugsland.
-
Weit abgeschlagen folgen Südafrika (13.600 Tonnen) und Italien (4.800 Tonnen).
Die Rangliste der beliebtesten Zitrusfrüchte
Unter den insgesamt eingeführten Früchten dominierten klar die Orangen:
-
Orangen: 45,3 %
-
Mandarinen: 30,8 %
-
Zitronen: 18,9 %
Wichtiger Hinweis zur Statistik: Der Transit-Faktor
Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Außenhandelsstatistik lediglich den grenzüberschreitenden Warenverkehr erfasst, wobei die Einfuhr auf Ebene der Bundesländer über den Generalhandel ausgewertet wird.
Dies kann zu Verzerrungen führen, da die erfasste Ware möglicherweise nur durch Baden-Württemberg transportiert wurde (Transitland für die zollrechtliche Abwicklung) und eigentlich für Empfänger in anderen Bundesländern bestimmt war. Der genaue Endbestimmungsort ist aus den Einfuhrdaten somit nicht eindeutig ersichtlich.
Unabhängig von den statistischen Feinheiten zeigt die Analyse: Die Liebe zu Orangen, Mandarinen und Zitronen ist im Südwesten ungebrochen und der Konsum steigt rasant an.












Rückmeldung an den Autor?