Stillstand im kommunalen Nahverkehr
Im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg geht heute seit dem frühen Morgen nichts mehr. Rund 3.500 Beschäftigte sind dem Aufruf der Gewerkschaft ver.di zu einem ganztägigen Warnstreik gefolgt. Betroffen sind die Verkehrsbetriebe in Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz. Auch der Fährverkehr auf dem Bodensee ist unterbrochen. Da die Arbeitsniederlegungen bis zum Ende der Spätschicht andauern, findet in den bestreikten Unternehmen heute voraussichtlich kein Fahrdienst statt.
Hintergrund des Ausstands sind die laufenden Tarifverhandlungen für bundesweit knapp 150 kommunale Verkehrsunternehmen. Ver.di fordert für die rund 6.700 Beschäftigten im Land deutlich höhere Zuschläge für Nacht-, Samstags- und Sonntagsarbeit sowie eine Anhebung der Überstundenvergütung. Verhandlungsführer Jan Bleckert betonte, dass faire Zulagen angesichts der hohen Belastungen durch Schichtdienst und Personalmangel unverzichtbar seien. Aktuell sei Mehrarbeit für die Arbeitgeber oft billiger als die Einstellung von neuem Personal, da Überstundenzuschläge fehlen. Die Arbeitgeberseite hatte in der ersten Verhandlungsrunde am 20. Januar kein Angebot vorgelegt. Die Gespräche sollen am 9. Februar fortgesetzt werden.













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