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50 Jahre Partnerschaft mit mit Frankreich: Wie die Freundschaft zwischen Sinsheim und Longué-Jumelles begann

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50 Jahre Partnerschaft mit mit Frankreich: Wie die Freundschaft zwischen Sinsheim und Longué-Jumelles begann
Bild (Comité de Sinsheim): Gemeinsames Gruppenfoto

50 Jahre Städtepartnerschaft

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Longué-Jumelles und Sinsheim fand vom 13.05.2026 bis 17.05.2026 ein offizieller Partnerschaftsaustausch ganz im Zeichen der gelebten Freundschaft, des kulturellen Austauschs und der europäischen Zusammenarbeit statt.

Die Städtepartnerschaft besteht seit dem 15.10.1976 und hat sich seitdem zu einem wichtigen Symbol der internationalen Verständigung entwickelt. Zahlreiche Begegnungen, gemeinsame Projekte und persönliche Freundschaften prägen die Verbindung bis heute.

Anlässlich des Jubiläums reisten rund 80 französische Gäste, darunter 23 Schüler, nach Sinsheim. Am Mittwochabend wurden die französischen Gäste von ihren deutschen Gastfamilien im Wilhelmi-Gymnasium Sinsheim durch Hauptamtsleiter Marco Fulgner sowie die Vorsitzende des Longué-Komitees Jutta Münz begrüßt und von ihren Gastfamilien herzlich empfangen. Sehr erfreulich war, dass sich auch in diesem Jahr wieder neue Gastgeber gefunden haben.

Zeichen der Freundschaft und europäischen Verbundenheit

Am Donnerstag stand ein Tag in den Gastfamilien auf dem Programm. Einige nutzen die Gelegenheit und besuchten den Sinsheimer Fohlenmarkt oder das Technik-Museum. Am Freitag machten sich die deutschen Gastgeber mit ihren französischen Gästen auf den Weg nach Schwetzingen zu einer Schloss- und Gartenführung mit anschließendem Besuch einer Brauerei in Plankstadt. Höhepunkt war der Festabend zum 50-jährigen Jubiläum in der Dr.-Sieber-Halle, bei welchem die städtepartnerschaftlichen Freundschaften weiter vertieft und gebührend gefeiert wurden. Neben den obligatorischen Festreden und den kulinarischen Genüssen, standen Ehrungen, eine Fotoausstellung, Auftritte des Chors Vokalensemble, der Band Capri Olé sowie von zwei Hip-Hop-Gruppen des Tanzsportclubs Sunnisheim auf dem Programm.

Ein herzliches Dankeschön ging an alle Beteiligten, welche diesen Abend zu einem besonderen und unvergesslichen Ereignis machten. Oberbürgermeister Marco Siesing betonte in seiner Begrüßungsrede, dass die beiden Städte mehr als nur eine offizielle Partnerschaft verbinde. Es seien die persönlichen Begegnungen, das gegenseitige Verständnis und Miteinander, gepaart mit den gemeinsamen Werten, die diese Freundschaft so besonders machen. „Europa lebt von Vielfalt — und gleichzeitig von Vertrauen und Zusammenhalt.“

Foto Buergermeister Sinsheim Longue Ungarn

Bild (Stadt Sinsheim), v.l.n.r.: Bürgermeister Bernd Kippenhan, Bürgermeister Frédéric Mortier (Longué-Jumelles), Bürgermeisterin Erika Anderné Röszler (Barcs), Oberbürgermeister Marco Siesing

Der Abend bot die Gelegenheit zu verkünden, dass sich der Vorsitz des Longué-Komitees nach mehr als 25 Jahren neu aufstellt. Die Nachfolge von Jutta Münz trat Herr Harald Wohl an.

Die jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit und das außerordentliche Engagement von Münz wurden mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg gewürdigt. Bei der Verleihung wies Siesing darauf hin, wie wichtig ein solches Engagement auch für den Fortbestand einer Städtepartnerschaft ist.

Am Samstag fand als abschließender Programmpunkt ein gemeinsamer Ausflug in das Salzbergwerk nach Bad Friedrichshall statt, um anschließend den Tag zur freien Verfügung im gemeinsamen Miteinander zu gestalten. Bereits am frühen Sonntagmorgen machten sich Sinsheims französische Freunde auf die rund 12-stündige Fahrt nach zurück nach Longué.

Eine sechsköpfige Delegation der ungarischen Partnerstadt (Barcs) war ebenfalls von Mittwoch bis Sonntag angereist, um das 50-jährige Jubiläum gemeinsam zu feiern.

Das Fazit des Festwochenendes fiel höchst positiv aus: Das Partnerschaftswochenende hab erneut gezeigt, wie wichtig gegenseitiges Verständnis, Respekt und Zusammenarbeit seien. Gerade in Zeiten, die von geopolitischen Spannungen und globalen Krisen geprägt sind, seien Städteverbindungen wichtiger denn je. Sie seien das schlagende Herz eines vereinten Europas und einer vernetzten Welt. Sie machten Weltpolitik greifbar und menschlich. Wichtig sei, diese Brücken nicht nur instand zu halten, sondern sie weiter auszubauen – für eine Zukunft, in der man nicht übereinander rede, sondern miteinander handele.

Abschließend geht ein herzlicher Dank auch an den deutsch-französischen Bürgerfonds, der den Austausch finanziell unterstützt hat. Für 2027 ist bereits ein Besuch der deutschen Freunde in Longué geplant. Bei dieser Gelegenheit soll das 50-jährige Jubiläum in Frankreich „nachgefeiert“ wird.

Redaktion
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