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80 Euro Strafe für diesen alltäglichen Fehler am Auto – Hätten Sie DAS gewusst?

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80 Euro Strafe für diesen alltäglichen Fehler am Auto – Hätten Sie DAS gewusst?
Symbolfoto ©Julian Buchner

Der Winter hat Deutschland fest im Griff, und für Millionen Autofahrer beginnt damit der allmorgendliche Kampf gegen Eis und Schnee. Doch was viele für harmlose Routine halten, kann in diesem Jahr richtig teuer werden. Die Polizei und der ADAC warnen: Wer jetzt die falschen Gewohnheiten pflegt, riskiert nicht nur saftige Bußgelder, sondern im schlimmsten Fall sogar ein Strafverfahren oder lebensgefährliche Verletzungen.

Es geht um weit mehr als nur die Reifen. Während fast jeder weiß, dass Sommerreifen bei Schnee tabu sind, lauern die wahren Gefahren und Kostenfallen in Details, die kaum ein Autofahrer auf dem Schirm hat.


Die 80-Euro-Sünde: Der Motor-Mythos wird teuer

Viele Deutsche haben sich angewöhnt, den Motor im Stand laufen zu lassen, während sie das Auto von Eis befreien. Man denkt, es schont den Motor oder hilft beim Enteisen – doch das Gegenteil ist der Fall.

  • Das Bußgeld: Wer den Motor unnötig laufen lässt (z. B. zum Vorheizen), riskiert ein Bußgeld von 80 Euro.

  • Der Grund: Es handelt sich um eine „vermeidbare Abgasbelästigung“. Zudem erhöht es den Verschleiß des Fahrzeugs massiv und schadet der Umwelt, ohne nennenswerten Heizeffekt im Stand.


Lebensgefahr durch Mode: Die Winterjacke am Steuer

Ein besonders unterschätztes Risiko ist die Kleidung. Der ADAC hat in einem schockierenden Test bewiesen: Eine dicke Winterjacke unter dem Gurt kann tödlich sein.

  • Der Grund: Der Sicherheitsgurt liegt durch die Polsterung der Jacke nicht direkt am Körper an. Bei einem Aufprall entsteht eine sogenannte „Gurtlose“.

  • Die Folge: Schon bei einem harmlosen Auffahrunfall mit nur 16 km/h kann der Gurt tief in den Bauchraum einschneiden und schwerste innere Verletzungen verursachen. Tipp: Jacke ausziehen oder zumindest über den Gurt legen!


Das „Guckloch“-Vergehen und die Kennzeichen-Falle

Eile am Morgen entschuldigt keine Nachlässigkeit. Wer nur ein kleines Sichtfenster freikratzt, lebt gefährlich und teuer.

  1. Das Guckloch: Wer nicht die gesamte Scheibe sowie Spiegel und Scheinwerfer befreit, zahlt 10 Euro.

  2. Das Kennzeichen: Es muss zu jeder Zeit lesbar sein. Ist es schneebedeckt, kostet das 5 Euro.

    • Achtung: Wer den Schnee absichtlich auf dem Kennzeichen lässt, um Blitzer zu umgehen, riskiert ein Strafverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs!


Die harten Fakten: Reifen und Saisonkennzeichen

Natürlich bleibt die Bereifung das A und O der Wintersicherheit. Hier versteht der Gesetzgeber keinen Spaß:

  • Sommerreifen-Verbot: Wer bei Glätte mit Sommerreifen erwischt wird, zahlt mindestens 60 Euro.

  • Punkte-Gefahr: Kommt es zu einer Behinderung anderer, steigt die Strafe auf 80 Euro plus ein Punkt in Flensburg.

  • Saisonkennzeichen: Fahrzeuge mit Sommer-Zulassung (z. B. 03-10) dürfen jetzt absolut nicht mehr im öffentlichen Raum stehen – auch nicht auf dem Gehweg oder öffentlichen Parkplätzen. Das Parken auf öffentlichem Grund kostet 40 Euro. Sie gehören auf Privatgrund!


Sicher durch den Frost

Der Winter auf der Straße verzeiht keine Fehler. Ob es der Griff zum Eiskratzer ist oder das Ablegen der Jacke – diese kleinen Handgriffe retten Leben und bewahren vor unnötigen Kosten.

Redaktion
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