Angesichts des mancherorts geltenden Mitnahmeverbots von E-Scootern im öffentlichen Nahverkehr hat der ADAC sechs Modelle einem technischen Stresstest unterzogen. Als Grund für das Verbot wird meist die Brandgefahr der Akkus genannt.
Die E-Scooter wurden dabei bewusst starken Belastungen ausgesetzt, darunter Fahrten über simuliertes Kopfsteinpflaster bei Höchstgeschwindigkeit und Tests in der Klimakammer bei Minusgraden und starkem Regen. Besonderes Augenmerk lag auf der elektrotechnischen Untersuchung, bei der versucht wurde, die Scooter über das Batteriemanagement zusätzlich zu stressen.
Das Ergebnis der Tests war eindeutig: Es gab keine Verformungen, Brände oder andere Auffälligkeiten an den Batteriepacks. Der ADAC bescheinigt allen getesteten Modellen ein hohes Sicherheitsniveau. Das bestehende Mitnahmeverbot erscheint dem ADAC daher in der aktuellen Form unverhältnismäßig und sollte überprüft werden.
Der ADAC weist darauf hin, dass die Gefahr eines Akkubrandes tendenziell beim Ladevorgang am größten ist. Eine einfache Risikoreduzierung wäre die Vermeidung des Aufladens im ÖPNV. Zusätzlich könnten Verbraucher mit einer Akkuschutztasche im unwahrscheinlichen Fall eines Feuers die Ausbreitung verzögern und so wertvolle Zeit gewinnen.















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