Nach dem Hangrutsch auf der Landesstraße (L) 535 zwischen Heiligkreuzsteinach und Altneudorf und der daraus resultierenden halbseitigen Sperrung hat das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe und der beauftragten Baufirma das weitere Vorgehen abgestimmt. Wie bereits am 2. April mitgeteilt, ist die Landesstraße im betroffenen Bereich derzeit nur einspurig befahrbar und wird durch eine Ampel geregelt.
Ursache für die Rutschung sind nach derzeitigen Erkenntnissen vermutlich durch Hangwasser entstandene Hohlräume im Böschungsbereich, die schließlich zu einem Absacken geführt haben. „Solche Schadensbilder treten insbesondere in Hanglagen mit wechselnden wasserdurchlässigen und wasserundurchlässigen Bodenschichten auf, wie sie auch im Odenwald häufig vorkommen. Ein Zusammenhang mit Starkregenereignissen besteht in diesem Fall nicht“, erklärt der Betriebsdienstleiter der Straßenmeistereien im Amt für Straßen- und Radwegbau des Rhein-Neckar-Kreises, Matthias Knörzer.
Zur Stabilisierung des Hangs wird auf einer Länge von rund 25 Metern eine Sicherung mit Blocksteinen eingebaut. Anschließend wird die Fahrbahn in diesem Bereich neu aufgebaut und asphaltiert. Durch den Einbau von Schottermaterial und Geotextil (Vlies) soll zudem verhindert werden, dass künftig erneut Hohlräume ausgespült werden.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich rund drei Wochen dauern. Während dieser Zeit bleibt die halbseitige Sperrung mit Ampelregelung bestehen. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa 150.000 Euro und werden vom Land getragen. Das Amt für Straßen- und Radwegebau bittet die Verkehrsteilnehmenden weiterhin um Aufmerksamkeit, Rücksicht und Verständnis für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen.











Rückmeldung an den Autor?