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Baden-Württemberg bleibt Spitzenreiter bei Forschung und Entwicklung

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Baden-Württemberg bleibt Spitzenreiter bei Forschung und Entwicklung
Photo by jarmoluk on Pixabay

Was mit Forschung und Entwicklung gemeint ist

Forschung und Entwicklung, oft mit „FuE“ abgekürzt, spielen eine wichtige Rolle für die Wirtschaft. Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen entwickeln dabei neue Produkte, Technologien oder Verfahren. Ziel ist es, Innovationen voranzubringen und langfristig Arbeitsplätze, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand zu sichern.

Eine wichtige Kennzahl dafür ist die sogenannte FuE-Intensität. Sie zeigt, wie viel Geld im Verhältnis zur gesamten Wirtschaftsleistung einer Region in Forschung und Entwicklung investiert wird.

Nach Angaben des Statistisches Landesamt Baden-Württemberg lag diese FuE-Intensität in Baden-Württemberg im Jahr 2023 bei rund 5,6 Prozent. Damit belegte das Land erneut den ersten Platz unter allen Regionen der Europäischen Union auf der sogenannten NUTS-1-Ebene.

Baden-Württemberg vor anderen europäischen Regionen

Auf Platz zwei lag erneut die Region Südösterreich mit einer FuE-Intensität von 4,7 Prozent. Zu dieser Region gehören Kärnten und die Steiermark.

Unter den zehn stärksten Forschungsregionen Europas befinden sich außerdem mehrere Regionen aus Schweden, Belgien, den Niederlanden und Frankreich. Auch zwei weitere deutsche Bundesländer gehören dazu: Rheinland-Pfalz und Bayern.

Die FuE-Intensität dieser Spitzengruppe lag jeweils bei mehr als 3,2 Prozent. Zum Vergleich: Deutschland insgesamt erreichte 2023 einen Wert von 3,1 Prozent. Der Durchschnitt in der Europäischen Union lag bei 2,3 Prozent.

Warum Baden-Württemberg so stark ist

Baden-Württemberg gilt seit Jahren als besonders forschungsstarker Standort. Dazu tragen große Industrieunternehmen, viele mittelständische Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei.

Besonders in Bereichen wie Automobilindustrie, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Medizintechnik wird viel Geld in neue Entwicklungen investiert.

Vergleich mit den USA

Auch die Bundesstaaten der USA wurden in die Untersuchung einbezogen. Die Vereinigten Staaten galten bis 2023 als forschungsaktivste Nation weltweit.

Dort gibt es einzelne Bundesstaaten mit besonders hohen Forschungsinvestitionen. Spitzenreiter war 2023 Massachusetts mit einer FuE-Intensität von 9,2 Prozent. Insgesamt lagen sechs US-Bundesstaaten über dem Wert von Baden-Württemberg.

Besonders auffällig ist Kalifornien. Dort werden 7,2 Prozent der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung investiert. Gleichzeitig stammt mehr als ein Viertel aller Forschungs- und Entwicklungsausgaben der USA aus diesem Bundesstaat allein.

Wie die Kennzahl berechnet wird

Für die FuE-Intensität werden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit dem Bruttoinlandsprodukt verglichen. Das Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, beschreibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen einer Region.

Die sogenannte NUTS-1-Ebene ist eine europäische Einteilung für statistische Vergleiche. In Deutschland entsprechen diese Regionen den einzelnen Bundesländern.

Redaktion
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