Kosten für Neubauten steigen im Jahr 2026
Wer in Baden-Württemberg ein Haus bauen will, muss mehr Geld einplanen als noch im Jahr zuvor. Im ersten Quartal 2026 lagen die Preise für den Neubau von Wohngebäuden um 4,1 Prozent höher als im ersten Quartal 2025.
Auch im Vergleich zum vorherigen Quartal sind die Preise gestiegen. Gegenüber dem vierten Quartal 2025 erhöhten sie sich um 1,7 Prozent. Die Zahlen stammen vom Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.
Ausbauarbeiten besonders teuer
Ein großer Teil der Baukosten entsteht durch sogenannte Ausbauarbeiten. Dazu gehören zum Beispiel Elektroinstallationen, Innenausbau oder Bodenbeläge.
In diesem Bereich stiegen die Preise besonders deutlich. Im Vergleich zum Vorjahr lagen sie im ersten Quartal 2026 um 4,8 Prozent höher.
Ein besonders starker Anstieg wurde bei Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnischen Anlagen gemessen. Hier kletterten die Preise um 6,7 Prozent. Auch Metallbauarbeiten verteuerten sich deutlich um 5,9 Prozent. Weniger stark stiegen die Preise bei Parkett- und Holzpflasterarbeiten mit 1,5 Prozent.
Rohbaukosten steigen langsamer
Die Kosten für den Rohbau, also den Bau des Gebäudes selbst ohne Innenausbau, stiegen etwas weniger stark. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 erhöhten sie sich um 3,0 Prozent.
Innerhalb dieses Bereichs gab es Unterschiede. Zimmer- und Holzbauarbeiten wurden um 6,1 Prozent teurer. Mauerarbeiten dagegen verteuerten sich nur leicht um 0,4 Prozent.
Auch Reparaturen werden teurer
Nicht nur Neubauten sind betroffen. Auch die Kosten für Instandhaltungsarbeiten an bestehenden Gebäuden sind gestiegen.
Im Vergleich zum Vorjahr lagen diese Preise um 5,1 Prozent höher. Besonders stark verteuerten sich Tischlerarbeiten mit einem Plus von 7,5 Prozent sowie Dachdeckungsarbeiten mit 7,3 Prozent.
Auch sogenannte Schönheitsreparaturen, also Arbeiten wie Streichen oder Tapezieren, wurden teurer. Hier stiegen die Preise um 5,7 Prozent.
Preise steigen auch bei anderen Bauprojekten
Die Preisentwicklung betrifft nicht nur Wohnhäuser. Auch bei anderen Bauarten gibt es Anstiege.
Für Bürogebäude lagen die Preise im ersten Quartal 2026 um 4,4 Prozent höher als im Jahr zuvor. Gewerbliche Betriebsgebäude verteuerten sich um 4,0 Prozent.
Im Straßenbau fiel der Anstieg geringer aus. Hier stiegen die Preise um 2,4 Prozent. Der Bau von Brücken verteuerte sich im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent.
Wie die Preise berechnet werden
Die Zahlen basieren auf einem Preisindex für Bauleistungen. Dieser wird regelmäßig angepasst und auf ein neues Basisjahr umgestellt.
Aktuell bezieht sich der Index auf das Jahr 2021. Das bedeutet, dass die Preise dieses Jahres als Ausgangswert genommen werden, um spätere Veränderungen zu vergleichen.













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