Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland sollten in der kommenden Woche besonders wachsam auf den Tacho blicken. Die Polizei bläst zur großangelegten Jagd auf Raser: Vom 13. bis 19. April 2026 findet die bundesweite „Speedweek“ statt. Der absolute Höhepunkt der Aktion ist der Blitzermarathon am Mittwoch, den 15. April, an dem die Kontrolldichte ihren Zenit erreicht.
Sensibilisierung statt Abzocke: Warum die Polizei verstärkt misst
Zu hohes Tempo ist kein Kavaliersdelikt, sondern nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für schwere und tödliche Verkehrsunfälle. Der ADAC warnt: Wer rast, gefährdet nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern massiv sich selbst und andere.
Ziel der Aktionswoche ist es laut Behörden und dem Automobilclub, das Bewusstsein für die Gefahren von Geschwindigkeitsüberschreitungen zu schärfen. Die Messstellen können dabei überall auftauchen:
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Innerorts: Vor allem vor sensiblen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen.
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Außerorts: An Unfallschwerpunkten auf Land- und Bundesstraßen.
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Autobahnen: Auf Abschnitten mit hohen Unfallraten oder Baustellen.
Nicht jedes Bundesland beteiligt sich mit der gleichen Intensität. Während einige Länder die gesamte Woche über die Präsenz massiv erhöhen, konzentrieren sich andere ausschließlich auf den Hauptaktionstag am 15. April.
Der ADAC zur Speedweek: „Ein Beitrag zur Verkehrssicherheit“
Aus Sicht des ADAC sind solche Aktionswochen sinnvoll, um Verkehrsteilnehmer zur Selbstreflexion zu bewegen. „Die Blitzerwochen machen die Gefahren bewusst und können entsprechend sensibilisieren“, so der Club. Gleichzeitig mahnen die Experten jedoch, dass eine einzelne Woche nicht alle Risiken dauerhaft beseitigen kann. Wahre Sicherheit entstehe nur, wenn jeder sein Fahrverhalten das ganze Jahr über kritisch hinterfragt.
Teurer Bleifuß: Ein Blick in den aktuellen Bußgeldkatalog
Wer während der Speedweek in die Radarfalle tappt, muss mit empfindlichen Sanktionen rechnen. Seit der letzten Reform des Bußgeldkatalogs sind die Sätze spürbar gestiegen:
| Verstoß (Geschwindigkeit) | Bußgeld (Innerorts) | Punkte / Fahrverbot | Bußgeld (Außerorts) |
| bis 10 km/h zu viel | 30 € | – | 20 € |
| 21 – 25 km/h zu viel | 115 € | 1 Punkt | 100 € |
| 31 – 40 km/h zu viel | 260 € | 2 Punkte / 1 Monat FV | 200 € (ohne FV*) |
| über 70 km/h zu viel | 800 € | 2 Punkte / 3 Monate FV | 700 € |
*Hinweis: Außerorts droht ein Fahrverbot von einem Monat erst bei einer Überschreitung von mehr als 41 km/h.
Was tun, wenn es geblitzt hat?
Sollten Sie trotz aller Vorsicht geblitzt worden sein, bietet der ADAC Bußgeldrechner eine schnelle erste Orientierung über die zu erwartenden Strafen. Für ADAC Mitglieder gibt es zudem einen besonderen Service: Wer einen Bußgeldbescheid erhält, kann sich an die kostenlose Erstberatung der ADAC Juristen oder Vertragsanwälte wenden, um die Rechtmäßigkeit des Bescheids prüfen zu lassen.
Tipps für die Speedweek 2026
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Fuß vom Gas: Halten Sie sich strikt an die Begrenzungen – besonders in Tempo-30-Zonen und vor Schulen.
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Tacho-Toleranz beachten: Viele Tachos eilen etwas vor, verlassen Sie sich aber nicht darauf.
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Vorsicht bei „Blitzer-Apps“: Die Nutzung während der Fahrt ist für den Fahrer verboten und kann selbst zu Bußgeldern und Punkten führen.














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