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Christian Specht neuer Vorsitzender des Verbands Region Rhein-Neckar

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Christian Specht neuer Vorsitzender des Verbands Region Rhein-Neckar
• Foto von der Sitzung der Verbandsversammlung: der neu gewählte Verbandsdirektor Sven Hoffmann (li) und der neu gewählte Verbandsvorsitzende Christian Specht (re), © MRN

Verband wählt neue Führung und trifft wichtige Entscheidungen

Die Verbandsversammlung des Verbands Region Rhein-Neckar hat bei ihrer 51. Sitzung im Congress Center Heidelberg einen neuen Vorsitzenden gewählt und mehrere wichtige Beschlüsse für die Zukunft der Region gefasst. Im Mittelpunkt standen die Neuwahl der Verbandsspitze, der Ausbau der Solarenergie sowie die Weiterentwicklung der Verkehrsplanung.

Christian Specht übernimmt den Vorsitz

Neuer Verbandsvorsitzender ist Christian Specht. Der Oberbürgermeister von Mannheim folgt auf Stefan Dallinger, der das Amt seit 2016 innehatte und es nach seinem Ausscheiden als Landrat abgab.

Specht kennt den Verband und die Region seit vielen Jahren. Bereits von 2001 bis 2005 war er Direktor des damaligen Raumordnungsverbands Rhein-Neckar. In dieser Zeit war er unter anderem an der Gründung der Metropolregion Rhein-Neckar und am länderübergreifenden Staatsvertrag beteiligt, der die Grundlage für den heutigen Verband bildet. Seit 2023 ist er Oberbürgermeister der Stadt Mannheim.

Zum ersten stellvertretenden Verbandsvorsitzenden wurde Ralf Eisenhauer gewählt. Er übernimmt die Nachfolge von Lothar Quast.

Auch an der Verwaltungsspitze gibt es einen Wechsel

Neben der politischen Führung wurde auch ein neuer Verbandsdirektor gewählt. Sven Hoffmann tritt sein Amt am 1. Oktober 2026 an. Er folgt auf Ralph Schlusche, der nach zwei Amtszeiten in den Ruhestand geht.

Hoffmann ist derzeit hauptamtlicher Kreisbeigeordneter des Landkreis Bad Dürkheim und leitet dort den Geschäftsbereich für Bauen, Umwelt, Verkehr und Ordnung. Seit 2024 gehört er bereits der Verbandsversammlung an.

116 Flächen für Photovoltaikanlagen vorgesehen

Ein weiterer wichtiger Beschluss betrifft den Teilregionalplan für Freiflächen-Photovoltaik. Nach einem mehrjährigen Planungsverfahren beschloss die Verbandsversammlung die Satzung für den neuen Teilregionalplan.

Insgesamt werden 116 Standorte mit einer Gesamtfläche von rund 1.223 Hektar als Vorbehaltsgebiete für größere Photovoltaikanlagen ausgewiesen. Das entspricht etwa 0,22 Prozent der Fläche der Metropolregion Rhein-Neckar.

Im baden-württembergischen Teil der Region entstehen 75 Vorbehaltsgebiete mit rund 862 Hektar. Im rheinland-pfälzischen Teil werden 29 Gebiete mit etwa 381 Hektar ausgewiesen, im hessischen Teilraum zwölf Gebiete mit rund 80 Hektar.

Mit dem Beschluss soll festgelegt werden, welche Flächen sich besonders für große Solaranlagen eignen. Das soll Kommunen und Projektentwicklern mehr Planungssicherheit geben und gleichzeitig die Energiewende in der Region unterstützen. Als Nächstes wird der Plan dem baden-württembergischen Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen zur Genehmigung vorgelegt.

Verkehrsmodell soll die gesamte Region erfassen

Auch beim Regionalen Verkehrsmodell Rhein-Neckar gab es eine wichtige Entscheidung. Das Modell soll künftig Verkehrsströme in der gesamten Metropolregion länderübergreifend erfassen und Prognosen für die zukünftige Entwicklung ermöglichen.

Es ergänzt das bereits bestehende Verkehrsmodell für den Kernraum der Region und soll die Lücke zwischen den kommunalen Verkehrsmodellen und dem Landesverkehrsmodell Baden-Württemberg schließen.

Die europaweite Ausschreibung für die Erstellung des Modells läuft bereits. Die Angebote wurden Anfang Juli geöffnet. Nach Prüfung der Unterlagen soll der Auftrag voraussichtlich im August 2026 vergeben werden. Das Projekt wird unter anderem vom Verkehrsverbund Rhein-Neckar sowie vom Land Baden-Württemberg finanziell unterstützt.

Weitere Entscheidungen

Außerdem beschäftigte sich die Verbandsversammlung mit der Neubesetzung verschiedener Ausschüsse und Gremien des Verbands. Darüber hinaus wurde die Jahresrechnung des Verbands Region Rhein-Neckar für das Jahr 2025 behandelt.

Redaktion
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