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Dampfen statt Rauchen – Fortschritt oder Nebelkerze?

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Dampfen statt Rauchen – Fortschritt oder Nebelkerze?
Foto von Chiara Summer auf Unsplash

Viele Menschen betrachten die E-Zigarette (Vape) längst als eine moderne Alternative zur klassischen Zigarette. Immer mehr greifen heute zum Vape statt zum Glimmstängel. Grund dafür ist, dass die elektronische Zigarette als weniger gesundheitsschädlich angesehen wird. Denn beim Gebrauch entstehen weder Feuer noch Asche noch verbrannter Tabak. Dafür punktet sie mit interessanten Geschmacksrichtungen wie Minze, Waldbeere, Apfel, Kiwi, Lakritze und Zimt. Auch in der Handhabung ist die E-Zigarette vergleichsweise unkompliziert und flexibel.

Die beim Vapen genutzte Aroma-Flüssigkeit wird durch das Erhitzen verdampft und anschließend über ein Mundstück inhaliert. Es finden dabei keine Verbrennungen statt. Dadurch entstehen weniger Schadstoffe als beim herkömmlichen Rauchen. Wer E-Liquid kaufen möchte, wird in renommierten und vertrauenswürdigen Onlineshops fündig.

Die Basics: Was steckt in einer E-Zigarette?

Der Aufbau einer elektronischen Zigarette ist durchdacht und strukturiert. Um ein angenehmes Dampferlebnis zu erhalten, vereint sie technische Raffinesse mit einem schönen Design. Die E-Zigarette besteht aus mehreren Komponenten:

  • Akku: Liefert die Energie und ist normalerweise wiederaufladbar.
  • Verdampfer: Erhitzt das Liquid, um Dampf zu produzieren.
  • Tank: Behälter, in dem die Dampfflüssigkeit gelagert wird.
  • Mundstück: Zum Einatmen des erzeugten Dampfes.
  • Coil: Heizspirale, die regelmäßig gewartet werden sollte.

Die Liquids bestehen in der Regel aus einer Basis, Aromastoffen und nach Bedarf auch Nikotin.

Vapen vs. Rauchen: Ein Vergleich der Methoden

Während bei herkömmlichen Zigaretten Tabak durch Feuer verbrannt wird, erhitzt die E-Zigarette spezielle Flüssigkeiten, sodass diese verdampfen.

Was sonst noch anders ist:

  • Zigarette: Enthält Nikotin, Tabak, Teer und weitere toxische Stoffe.
    Vape: Besteht aus einem Liquid mit und ohne Nikotin, pflanzlichem Glycerin und Aromastoffen.
  • Zigarette: Hinterlässt häufig einen starken Geruch nach Rauch, der an Kleidung, Haaren etc. haftet.
    Vape: Meist dezenter Geruch, der schnell verfliegt und kaum Rückstände hinterlässt.
  • Zigarette: Sie wird schon lange als gesundheitsschädlich eingestuft, denn sie erhöht unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.
    Vape: Gilt als weniger gesundheitsschädlich, da keine Verbrennung stattfindet und weniger gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt werden.

Vape-Start: Was Einsteiger wissen sollten

Wer mit dem Dampfen beginnen möchte, sollte sich bewusst mit einigen wichtigen Aspekten auseinandersetzen – denn der Einstieg kann Einfluss darauf haben, ob Vapen dauerhaft praktiziert wird oder nicht.

  • Unkomplizierter Start: Am besten mit Einsteigergeräten, die unkompliziert und wartungsarm sind.
  • Weniger Watt statt zu viel: Mit einer niedrigen Leistung können Reizungen vermieden werden.
  • Das perfekte Liquid: Auf Nikotinstärke und Geschmack achten – beides ist individuell.
  • Geduldig sein: Der Wechsel vom Rauchen auf Dampfen kann ein schrittweiser Prozess sein.
  • Coil regelmäßig auswechseln: Schmeckt die Aroma-Flüssigkeit verbrannt, ist es Zeit, den Verdampferkopf zu wechseln.

Dampfen in Deutschland: Was erlaubt ist und was nicht

Die E-Zigarette ist in Deutschland nicht verboten, dennoch gibt es einiges zu beachten:

  • Werbung für E-Zigarette ist stark eingeschränkt
  • nikotinhaltige Liquids dürfen max. 20 mg Nikotin enthalten und unterliegen der Tabaksteuer
  • nikotinfreie Produkte unterliegen ebenfalls strengen Vorschriften
  • in manchen öffentlichen Bereichen gilt auch ein Vape-Verbot
  • Arbeitgeber dürfen die E-Zigarette am Arbeitsplatz verbieten
  • Konsum und Verkauf von E-Liquid sind ab 18 Jahren erlaubt

Kein blauer Dunst: Aber auch kein Freifahrtschein

Das Thema E-Zigarette ist komplex und sie ist definitiv anders als klassische Zigaretten. Die Forschung läuft, die Meinungen gehen auseinander. Ein nüchterner Blick darauf ist hilfreich: Es ist wichtig, sich über die Inhaltsstoffe zu informieren und ebenso über eventuelle Risiken.

Redaktion
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