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Das volle Korn hat die Nase vorn: Tipps für das perfekte Pausenbrot

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Das volle Korn hat die Nase vorn: Tipps für das perfekte Pausenbrot
So kann ein ausgewogenes Pausenfrühstück aussehen: Vollkornbrot mit Käse und Salat sowie knackiges Gemüse sorgen für Abwechslung in der Brotdose. ©LRA

Kaum haben die Schulen in Baden-Württemberg nach den Sommerferien wieder ihre Türen geöffnet, stellt sich in unzähligen Haushalten jeden Morgen dieselbe Frage: Was packen wir heute in die Brotdose? Das Pausenfrühstück soll den Nachwuchs nicht nur fit, konzentriert und aufmerksam durch den anstrengenden Schulvormittag bringen, sondern muss vor allem eines: den Kindern schmecken.

Das Forum Ernährung im Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Rhein-Neckar-Kreises nimmt den Schulbeginn zum Anlass, um praxistaugliche Empfehlungen für eine gesunde, kindgerechte Verpflegung zu geben. Im Fokus steht dabei ein klarer Favorit für nachhaltige Energie: das volle Getreidekorn.

Warum Vollkorn? Konzentrationspower ohne Blutzucker-Achterbahn

Wer zur klassischen Weißmehlsemmel oder zu zuckrigen Snacks greift, riskiert rasche Leistungseinbrüche im Klassenzimmer. Einfache Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel steil in die Höhe schnellen – nur um ihn kurz darauf ebenso rasant wieder absacken zu lassen. Müdigkeit, Heißhunger und Konzentrationsschwächen in den späteren Unterrichtsstunden sind die Folge.

Brote oder Getreideflocken aus Vollkorn liefern hingegen alle Bestandteile des Getreidekorns:

  • Der Mehlkörper: Liefert komplexe Stärke für eine kontinuierliche, langanhaltende Energieversorgung des Gehirns.

  • Keimling und Randschichten: Enthalten essenzielle Fettsäuren, Mineralstoffe und lebenswichtige Vitamine, die bei geschältem Weißmehl verloren gehen.

  • Wertvolle Ballaststoffe: Sie verzögern die Verdauung, halten den Blutzuckerspiegel stabil, unterstützen eine gesunde Darmflora und garantieren ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.

„Ein gutes Pausenfrühstück muss weder kompliziert noch aufwendig sein. Vollkornbrot oder Vollkornflocken, kombiniert mit beispielsweise Käse oder einem Aufstrich sowie etwas Gemüse oder Obst, sind eine gute Grundlage. Wichtig ist natürlich auch, dass es den Kindern schmeckt und sie ihr Pausenfrühstück gerne essen“, betont Uschi Schneider vom Forum Ernährung des Rhein-Neckar-Kreises.

Bunt, frisch und knackig: So gelingt die ausgewogene Brotdose

Ob Roggen, Weizen, Dinkel oder Hafer: Vollkornprodukte lassen sich abwechslungsreich mit frischen Zutaten kombinieren. Entscheidend ist eine kindgerechte Zubereitung, die optisch anspricht und sich unkompliziert ohne Besteck auf dem Schulhof verzehren lässt.

Als ideale Begleiter für Vollkornschnitten eignen sich:

  • Belag & Aufstrich: Schnittkäse, milder Frischkäse, vegetarische Gemüseaufstriche oder magerer Schinken.

  • Knackige Rohkost: Bunte Paprikastreifen, Gurkenscheiben, Karottensticks, Cocktailtomaten oder frische Salatblätter.

  • Süße Frische: Saisonale Obstspalten wie Apfelviertel, Birnenstücke oder Beeren, ergänzt durch eine kleine Handvoll Nüsse.

  • Richtig trinken: Das beste Frühstück nützt wenig ohne Flüssigkeit. Die Ernährungsexperten empfehlen klares Leitungswasser oder ungesüßten Früchtetee. Beliebt bei Kindern sind auch dünne Fruchtsaftschorlen, idealerweise gemischt im Verhältnis ein Teil Saft auf vier Teile Wasser.

Clevere Alternative: „Overnight Oats“ im Schraubglas

Wer morgens Zeit sparen möchte oder wem das klassische Brot zu trocken wird, greift zu einem selbst gemachten Müsli to go. Die Basis bilden Vollkornflocken, die bereits am Vorabend in einem Schraubglas mit Joghurt oder Milch sowie Kernen und Nüssen verrührt werden. Über Nacht wandert das Glas in den Kühlschrank.

Am nächsten Morgen müssen die Eltern lediglich noch frische, klein geschnittene Obststücke unterheben – fertig ist ein nahrhaftes Frühstück, das Kinder bequem mit einem Löffel in der Pause genießen können.

Wichtiger Hygiene-Hinweis: Steht über Nacht keine lückenlose Kühlung zur Verfügung, sollte das Flockenfrühstück aus hygienischen Gründen zwingend erst frisch am Morgen angerichtet werden.

Gemeinsam planen: Kinder in die Zubereitung einbinden

Der beste Ernährungstipp läuft ins Leere, wenn das gesunde Brot nach der Schule unberührt im Ranzen wieder nach Hause kommt. Die Fachleute des Rhein-Neckar-Kreises raten Eltern daher, den Nachwuchs aktiv in die Gestaltung einzubeziehen:

„Bei der Zusammenstellung sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Am besten probieren Eltern gemeinsam mit ihren Kindern aus, welche Kombinationen gut ankommen. Denn die beste Brotdose nützt wenig, wenn ihr Inhalt am Ende wieder mit nach Hause kommt“, fasst Uschi Schneider zusammen.

Weiterführende Anregungen, Nährstofftabellen und Rezeptideen finden interessierte Eltern online auf der bundesweiten Initiative unter www.in-form.de/ernaehrung/kinder-und-jugendliche/kita-und-schule/die-bedeutung-des-fruehstuecks-im-schulalltag.

Die Bausteine für ein gesundes Pausenfrühstück

Komponente Empfohlene Lebensmittel Funktion & Wirkung
Getreidebasis Vollkornbrot, Vollkornbrötchen, Haferflocken Langsame Kohlenhydrate, Ballaststoffe, langanhaltende Sättigung
Proteine & Aufstrich Käse, Frischkäse, pflanzliche Aufstriche Bausteine für Muskeln & Knochen, runder Geschmack
Frischebeilage Gurkensticks, Karotten, Cocktailtomaten, Apfel Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Frischekick
Getränke Frisches Wasser, Saftschorle (1:4 gemischt) Optimale Hydratation, fördert die Konzentrationsfähigkeit
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