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Die Hauptuntersuchung (HU), landläufig bekannt als TÜV, ist für Millionen von Autofahrern in Deutschland ein fester Bestandteil des Alltags. Doch Pläne aus Brüssel drohten, diesen Prüfzyklus radikal zu verschärfen und damit für einen massiven Anstieg der Kosten zu sorgen. Jetzt gibt es aufatmen: Der Rat der Europäischen Union (EU) hat eine weitreichende Entscheidung getroffen, die vom ADAC überwiegend positiv bewertet wird.
Im Kern geht es um die Frage: Wie oft müssen ältere Autos zur Untersuchung? Und welche Technik soll künftig geprüft werden? Der Beschluss des Rates schafft Rechtssicherheit, lässt aber auch neue Streitpunkte entstehen.
Die Mega-Kostenfalle abgewendet: Jährlicher TÜV vom Tisch!
Der wichtigste Punkt der heutigen Entscheidung ist die Ablehnung eines ursprünglichen Vorschlags der EU-Kommission, der die Autoindustrie und die Verbraucher in Deutschland massiv beunruhigte.
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Der verworfene Vorschlag: Eine jährliche Hauptuntersuchung (HU) für ältere Fahrzeuge.
Der ADAC begrüßt dieses Veto ausdrücklich, denn es hätte Autofahrerinnen und Autofahrer erhebliche finanzielle und zeitliche Belastungen aufgebürdet.
ADAC Technikpräsident Karsten Schulze kommentiert:
„Die jährliche HU für ältere Fahrzeuge würde für Autofahrerinnen und Autofahrer erhebliche Belastungen bedeuten, obwohl ein jährlicher Turnus aus Sicht der Fahrzeugtechnik und der Verkehrssicherheit nicht notwendig ist. Dass der Rat der EU den Vorschlag der EU-Kommission ablehnt, ist ein wichtiges Signal, das Gehör finden sollte.“
Entwarnung beim eCall-System
Eine weitere wichtige Klarstellung des Rates betrifft die moderne Fahrzeugtechnik: Das satellitengestützte eCall-Notrufsystem vieler älterer Fahrzeuge basiert auf den Mobilfunknetzen 2G/3G. Da diese Netze abgeschaltet werden (sollen), würde das eCall-System bei diesen Fahrzeugen funktionsuntüchtig.
Der Rat hat nun klargestellt, dass der daraus resultierende Wegfall des eCalls keinen Mangel im Rahmen der HU darstellen soll. Diese Entscheidung schafft Rechtssicherheit für alle Fahrzeughalter.
Die Kritik: Das drohende Kosten-Dilemma beim Diesel
Während die jährliche HU abgewendet wurde, sieht der ADAC eine kritische Entwicklung bei den Abgasuntersuchungen:
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Die Forderung des Rates: Der Rat befürwortet, ähnlich wie die EU-Kommission, eine separate NOx-Messung (Stickoxid-Messung) bei der Hauptuntersuchung.
Der ADAC hält diese zusätzliche Messung jedoch für nicht erforderlich und kritisiert sie:
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Dopplung der Messung: Die bereits im Fahrzeug verbauten Sensoren liefern nach Ansicht des Mobilitätsclubs zuverlässig plausible Messwerte zu den Fahrzeugemissionen.
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Mehrkosten für Verbraucher: Eine separate, zusätzliche Messung bedeutet für Verbraucherinnen und Verbraucher Mehrkosten, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen.
Der weitere Fahrplan: Das Gesetz ist noch nicht final
Trotz der heutigen Einigung im Rat sind die Entscheidungen zur Hauptuntersuchung noch nicht final.
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Nächster Schritt: Das EU-Parlament wird erst im April 2026 seine Position festlegen.
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Trilog: Erst danach können die Trilogverhandlungen (zwischen Parlament, Rat und Kommission) starten, an deren Ende eine finale Gesetzesfassung stehen wird.
Autofahrer können vorerst aufatmen, was die Frequenz der HU angeht, müssen aber wachsam bleiben, ob die von der EU-Kommission und dem Rat befürwortete separate NOx-Messung am Ende tatsächlich eingeführt wird und die Kosten für die Hauptuntersuchung unnötig in die Höhe treibt.












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