Statistisches Landesamt zählt rund 46.900 neue Gewerbebetriebe im ersten Halbjahr 2026
Das Gründungsgeschehen in Baden-Württemberg hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich an Dynamik gewonnen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg wurden landesweit rund 46.900 Gewerbebetriebe neu gegründet. Das waren etwa 4.000 beziehungsweise 9,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.
Zuwächse gab es dabei sowohl bei wirtschaftlich bedeutenderen Betriebsgründungen als auch bei Kleinbetrieben und Gründungen im Nebenerwerb.
Mehr Betriebsgründungen und Nebenerwerbsbetriebe
Rund 8.100 der Neugründungen entfielen auf sogenannte Betriebsgründungen, bei denen aufgrund der Rechtsform oder der Zahl der Beschäftigten von einer größeren wirtschaftlichen Bedeutung ausgegangen werden kann. Ihre Zahl erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 6,6 Prozent.
Besonders deutlich nahm die Gründung von Betrieben im Nebenerwerb zu. Mit rund 29.700 Neugründungen wurde hier ein Plus von 10,8 Prozent verzeichnet. Bei den Kleinbetrieben stieg die Zahl der Gründungen um 6,6 Prozent auf rund 9.100.
Zwei Drittel der Gewerbetreibenden sind Männer
Mit der höheren Zahl an Gründungen nahm auch die Zahl der daran beteiligten Gewerbetreibenden zu. Insgesamt registrierte das Statistische Landesamt rund 51.200 Gewerbetreibende und damit 8,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Besonders deutlich stieg die Zahl der männlichen Gewerbetreibenden. Sie erhöhte sich um 9,4 Prozent auf rund 34.400. Bei den Frauen wurde ein Zuwachs von 6,7 Prozent auf etwa 16.800 Gewerbetreibende verzeichnet. Gründerinnen machten damit rund 33 Prozent aller Gewerbetreibenden aus.
Gleichzeitig mehr Gewerbe aufgegeben
Parallel zum stärkeren Gründungsgeschehen erhöhte sich allerdings auch die Zahl der vollständigen Gewerbeaufgaben. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Baden-Württemberg rund 32.200 Gewerbe vollständig aufgegeben. Das waren 5,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Bei Betrieben mit voraussichtlich größerer wirtschaftlicher Bedeutung stieg die Zahl der gemeldeten Schließungen um 3,2 Prozent auf rund 5.400.
Mehr Abmeldungen bei Klein- und Nebenerwerbsbetrieben
Auch bei den Nebenerwerbsbetrieben wurden mehr Aufgaben registriert. Ihre Zahl erhöhte sich um 7,9 Prozent auf rund 16.300. Bei Kleinbetrieben stiegen die vollständigen Gewerbeaufgaben um 2,9 Prozent auf etwa 10.500.
Rückläufig entwickelten sich unter den Gewerbeabmeldungen lediglich die Fortzüge von Betrieben. Hier registrierte das Statistische Landesamt rund 5.400 Fälle, was einem Rückgang von 10,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht.












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