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Deutscher Preis für Nature Writing geht an Alexander Schnickmann

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Der Deutsche Preis für Nature Writing wird im Jahr 2026 an den Schriftsteller Alexander Schnickmann vergeben. Außerdem erhalten Kameliya Taneva und Lena Schnabl jeweils ein Stipendium für ein Nature-Writing-Seminar der Stiftung Kunst und Natur im November 2026. Das geht aus einer Mitteilung der Veranstalter hervor.

Die Preisverleihung findet am 8. September 2026 im Rahmen des internationales literaturfestival berlin in Berlin statt. Veranstaltungsort ist die Hinterbühne des Hauses der Berliner Festspiele. Der Eintritt ist frei.

Vergeben wird der Preis gemeinsam vom Matthes & Seitz Berlin, dem Umweltbundesamt und der Stiftung Kunst und Natur. Schirmherr ist der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Zusätzlich bekommt der Gewinner einen sechswöchigen Schreibaufenthalt auf dem Gelände der Stiftung Kunst und Natur im bayerischen Voralpenland.

Die Jury bestand in diesem Jahr aus der Journalistin und Autorin Petra Ahne, dem Buchhändler Jean-Marie Dhur, dem Literaturwissenschaftler Steffen Richter, der Medienwissenschaftlerin Birgit Schneider sowie dem Schriftsteller Florian Werner.

Ausgezeichnet wurde Schnickmanns Text „Fuck Nature Start Writing“. Darin geht es um einen Autor, der ein Tierporträt über Asseln schreiben soll und dabei zunehmend kritisch über das Genre Nature Writing nachdenkt. Die Jury beschreibt den Text als Mischung aus Naturbeobachtung, Satire und sogenannter Weird Fiction. Besonders hervorgehoben wurde, dass der Autor bewusst kein typisches „Lieblingstier“ auswählt, sondern die unscheinbare Assel in den Mittelpunkt stellt.

Nach Ansicht der Jury beschäftigt sich der Text auch mit der Frage, wie heute über Natur geschrieben werden kann, wenn gleichzeitig Umwelt- und Klimakrisen immer sichtbarer werden.

Alexander Schnickmann wurde 1994 geboren und wuchs in Bergkamen im Ruhrgebiet auf. Heute lebt er in Berlin. Bereits 2023 erhielt er den Leonce-und-Lena-Preis. Seine Texte erschienen unter anderem in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Sein Debüt „requiem“ veröffentlichte er 2024 beim Verlag Matthes & Seitz Berlin. Zuletzt erschien dort auch sein Gedichtband „Gestirne“.

Der Deutsche Preis für Nature Writing wird einmal im Jahr vergeben. Ausgezeichnet werden Autorinnen und Autoren, die sich literarisch mit Natur beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um Landschaften oder Tiere, sondern auch um das Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Gesellschaft.

Die Tradition des Nature Writing stammt vor allem aus den USA und Großbritannien. Berücksichtigt werden verschiedene Formen des Schreibens, darunter Essays, Gedichte und erzählende Texte. Im Mittelpunkt steht meist die Frage, wie Menschen Natur wahrnehmen, erleben und beschreiben.

Redaktion
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