Die beliebteste Roadtrip-Route durch den amerikanischen Westen startet in Las Vegas und führt über den Grand Canyon, den Zion National Park und den Bryce Canyon zurück nach Las Vegas oder weiter nach Los Angeles. Die Route lässt sich in 10 bis 14 Tagen komfortabel absolvieren und gehört zu den eindrucksvollsten Roadtrips der Welt.
Tag 1-2: Las Vegas als Ausgangspunkt
Las Vegas ist nicht nur der natürliche Ausgangspunkt für den Südwesten-Roadtrip, sondern auch eine Erfahrung für sich. Der Strip mit seinen überwältigenden Hotel-Kasinopalästen, den Lichtern und dem 24-Stunden-Betrieb ist selbst für Menschen, die nicht spielen, ein Spektakel. Zwei Tage reichen, um die wichtigsten Highlights zu sehen und sich vor dem eigentlichen Roadtrip zu akklimatisieren.
Tag 3-4: Grand Canyon National Park
Der Grand Canyon ist das Herzstück jedes USA Roadtrips durch den Südwesten. Die 446 Kilometer lange und bis zu 1.800 Meter tiefe Schlucht des Colorado River ist mit einer Bewertung von 4,8 auf über 63.000 Rezensionen eine der meistgelobten Natursehenswürdigkeiten der Welt. Geöffnet 24 Stunden täglich. Der Eintritt kostet 35 US-Dollar pro Fahrzeug für sieben Tage.
Der South Rim ist für die meisten deutschen Besucher die erste Wahl: Besser erschlossen, mit mehr Aussichtspunkten und von Las Vegas in etwa vier Stunden erreichbar. Der Mather Point unmittelbar nach dem Eingangstor liefert den ersten umwerfenden Panoramablick. Der Desert View Drive entlang des Südrands bietet auf 40 Kilometern eine Abfolge von Aussichtspunkten, die sich erheblich voneinander unterscheiden.
Der Grand Canyon West mit dem berühmten Skywalk, bewertet mit 4,1 auf über 25.000 Rezensionen, ist näher an Las Vegas gelegen und bietet ein anderes Erlebnis: Der Glassteg ragt 21 Meter über den Rand des Canyons und ermöglicht einen Blick 1.220 Meter senkrecht nach unten. Täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Tag 5: Monument Valley
Monument Valley an der Grenze zwischen Arizona und Utah ist das bekannteste Landschaftsbild Amerikas. Die rotbraunen Tafelberge, die aus einer flachen Ebene aufsteigen, wurden in unzähligen Western-Filmen verewigt und sind in der Wirklichkeit noch imposanter als auf der Leinwand. Bewertet mit 4,7 auf fast 5.700 Rezensionen, täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 US-Dollar pro Person, die 17 Meilen lange Scenic Drive kostet zusätzlich 15 US-Dollar pro Fahrzeug. Ein 4×4-Fahrzeug ist für den Rundweg empfohlen.
Der Sonnenaufgang über den Mittens, den zwei charakteristischen Tafelbergen des Tals, ist eine der beeindruckendsten Naturerfahrungen des gesamten Roadtrips. Wer früh genug aufbricht, erlebt das rote Licht der Morgensonne auf dem roten Sandstein als ein visuelles Erlebnis, das keine Kamera vollständig einfangen kann.
Tag 6-7: Zion National Park
Der Zion National Park in Utah ist mit einer Bewertung von 4,8 auf fast 47.000 Rezensionen einer der am besten bewerteten Nationalparks der gesamten USA. Die engen Sandsteinschluchten, die sich bis zu 900 Meter über dem Talboden erheben, sind ganzjährig geöffnet. Der Eintritt kostet 35 US-Dollar pro Fahrzeug.
Der Zion Canyon Scenic Drive führt durch das Herzstück des Parks und wird von Shuttlebussen erschlossen, die während der Hauptsaison das private Fahrzeug ersetzen. Angels Landing, der schwierigste und bekannteste Wanderweg des Parks, führt über Ketten und schmale Felsgrate auf einen Gipfel mit Panoramablick über den gesamten Canyon. Für den Angels Landing-Gipfelabschnitt ist seit 2022 ein Permit erforderlich, das online gebucht werden muss. Die Wanderung dauert in beide Richtungen etwa vier Stunden.
Tag 8-9: Bryce Canyon National Park
Der Bryce Canyon, bewertet mit 4,9 auf über 32.000 Rezensionen und ganzjährig 24 Stunden geöffnet, ist das fotogenste Ziel des gesamten Roadtrips. Die Hoodoos, bizarre Sandsteinformationen in Rot-, Orange- und Weißtönen, die sich über den gesamten Amphitheater erstrecken, sind in dieser Form auf der Erde einzigartig.
Sunrise Point und Sunset Point sind die Hauptaussichtspunkte und nur wenige Gehminuten vom Parkeingang entfernt. Der Navajo Loop Trail führt in 45 bis 60 Minuten tief in den Canyon hinein und stellt die Hoodoos in ein vollkommen anderes Lichtperspektive als von oben. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang tauchen die Felsformationen in ein Licht, bei dem die ohnehin spektakuläre Landschaft vollends unwirklich wirkt.
Mobiles Internet auf dem USA Roadtrip
Die Mobilfunkabdeckung im amerikanischen Westen ist auf den Hauptstraßen gut, in den Nationalparks und abgelegenen Talabschnitten jedoch oft sehr lückenhaft. Das EU-Roaming gilt in den USA nicht. Deutsche Anbieter berechnen für Datenzugriff in den USA zwischen 5 und 20 Euro pro Tag, was bei einem zweiwöchigen Roadtrip schnell über 200 Euro ausmacht.
Wer die Route navigieren, Campingplätze buchen und Wettervorhersagen prüfen möchte, ohne am Ende des Urlaubs eine überteuerte Telefonrechnung zu erhalten, aktiviert vor der Abreise die esim USA Holafly per QR-Code auf dem Smartphone. Die deutsche Rufnummer bleibt dabei aktiv, die eSIM übernimmt die Datenverbindung auf amerikanischen Netzen zum Fixpreis.
Praktische Tipps für den USA Roadtrip
Mietwagen und Benzin
Ein Mietwagen ist für den Südwesten-Roadtrip unverzichtbar. Frühzeitige Buchung über internationale Vergleichsportale spart erheblich. Der internationale Führerschein ist in den USA rechtlich nicht zwingend erforderlich, wird von manchen Autovermietern aber dennoch verlangt. Benzinpreise im amerikanischen Westen sind erheblich niedriger als in Deutschland, ein 60-Liter-Tank kostet je nach Region und aktuellen Preisen umgerechnet 50 bis 70 Euro.
America the Beautiful Pass
Der America the Beautiful Annual Pass kostet 80 US-Dollar und gibt für ein Jahr Zugang zu allen nationalen Parks und Bundeslandschaften in den USA. Wer auf dem Roadtrip drei oder mehr Nationalparks besucht, amortisiert den Pass sofort: Allein Grand Canyon, Zion und Bryce Canyon kosten zusammen 105 US-Dollar Eintritt.
ESTA nicht vergessen
Deutsche Staatsbürger benötigen kein Visum für Touristenaufenthalte von bis zu 90 Tagen in den USA, müssen aber vor der Abreise online eine ESTA-Genehmigung beantragen. Sie kostet 21 US-Dollar und sollte mindestens 72 Stunden vor dem Abflug beantragt werden.
Trinkgeld
Trinkgeld in den USA ist keine Kür, sondern erwartet. In Restaurants werden 18 bis 22 Prozent auf die Rechnung aufgeschlagen, was auf dem Kassenbon meist als Berechnungsgrundlage ausgewiesen ist. Taxifahrern, Hotelangestellten und Reiseführern gibt man ebenfalls ein angemessenes Trinkgeld.








Rückmeldung an den Autor?