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Diese Forderungen stellt die Verbraucherzentrale zur Landtagswahl 2026

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Diese Forderungen stellt die Verbraucherzentrale zur Landtagswahl 2026
Amtliche Wahlbenachrichtung Sinsheim Symbolfoto ©jubu

Verbraucherzentrale stellt 9 Forderungen vor

In wenigen Wochen entscheiden die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg über die Zusammensetzung des nächsten Landtags. Während klassische Themen wie Wirtschaft und Bildung den Wahlkampf dominieren, rückt eine Organisation eine oft unterschätzte Säule unserer Gesellschaft ins Rampenlicht: den Verbraucherschutz. Unter dem Motto „Stärken was alle stärkt“ hat die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (VZ BW) ihre Kernforderungen an die Politik formuliert und die Antworten der Parteien auf den Prüfstand gestellt.

Verbraucherschutz als Standortvorteil und soziale Sicherheit

Verbraucherschutz ist weit mehr als nur das Kleingedruckte in Verträgen. Er betrifft nahezu jede Lebenslage – vom Heizen über das Internet bis hin zur täglichen Ernährung. „Er verhindert Übervorteilung, stärkt Verbraucher:innen bei der Durchsetzung ihrer Rechte und sichert so selbstbestimmte wirtschaftliche Teilhabe“, betont die Verbraucherzentrale.

Obwohl viele Rahmenbedingungen in Berlin oder Brüssel gesetzt werden, hat die künftige Landesregierung in Stuttgart erheblichen Spielraum, um das Leben der Menschen im Südwesten konkret zu verbessern.


Die neun Kernforderungen: Wo das Land handeln muss

Die VZ BW hat neun zentrale verbraucherpolitische Forderungen erarbeitet. Hier sind die wichtigsten Schwerpunkte für die kommende Legislaturperiode:

  • Wärmewende und Energie: Eine verbraucherorientierte Ausgestaltung der kommunalen Wärmeplanung ist essenziell. Die Bürger brauchen Sicherheit bei der Umstellung auf klimaneutrale Heizsysteme.

  • Digitalisierung: Der Glasfaserausbau muss fair und transparent ablaufen. „Mondpreise“ und unklare Vertragslaufzeiten beim schnellen Internet sollen der Vergangenheit angehören.

  • Verbraucherbildung: Bildung ist Ländersache. Die Verbraucherzentrale fordert, Finanzwissen, digitale Kompetenz und nachhaltigen Konsum fest in den Lehrplänen zu verankern.

  • Rechtsdurchsetzung: Die Unterstützung der Menschen bei der Durchsetzung ihrer Rechte – etwa gegen unberechtigte Inkassoforderungen oder bei Flugausfällen – muss gestärkt werden.

  • Niedrigschwellige Angebote: Verbraucherberatung muss auch im ländlichen Raum erreichbar sein, um alle Bevölkerungsschichten gleichermaßen zu schützen.

Die Parteien im Check: Wer liefert Antworten?

Um den Wählerinnen und Wählern eine Orientierungshilfe zu bieten, hat die Verbraucherzentrale sechs Parteien, die realistische Chancen auf den Einzug in den Landtag haben, um Stellungnahme gebeten. Die Antworten zeigen deutliche Unterschiede in der Gewichtung: Während einige Parteien den Fokus auf die staatliche Finanzierung der Beratung legen, setzen andere stärker auf Eigenverantwortung und weniger Regulierung.

Die vollständigen Forderungen und die detaillierten Antworten der Parteien hat die Verbraucherzentrale auf einer speziellen Themenseite veröffentlicht: www.vz-bw.de/Landtagswahl2026.


Warum der Verbraucherschutz jetzt gestärkt werden muss

Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und komplexer digitaler Märkte wird die Rolle der Verbraucherzentrale als neutraler Wächter immer wichtiger. Eine starke Landesregierung muss daher auch eine starke Verbraucherzentrale sichern. Nur so bleibt gewährleistet, dass die Menschen in Baden-Württemberg nicht allein gegen große Konzerne oder undurchsichtige Marktentwicklungen bestehen müssen.

Redaktion
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