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Dieser krasse Job-Mix will jetzt in den Landtag BaWü

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Dieser krasse Job-Mix will jetzt in den Landtag BaWü

Über 1.100 Kandidaten am Start

Baden-Württemberg vor der Wahl: Vom KI-Ingenieur bis zur BDSM-Beraterin – Wer sind die Menschen, die am 8. März Ihre Zukunft bestimmen wollen? Eine exklusive Analyse enthüllt jetzt die verblüffenden Hintergründe der Bewerber!

Am 8. März blickt ganz Deutschland auf den Südwesten. Insgesamt 1.184 Kandidatinnen und Kandidaten kämpfen um den Einzug in den neuen Landtag von Baden-Württemberg. Doch wer verbirgt sich hinter den Gesichtern auf den Wahlplakaten? Die Jobseite Indeed hat pünktlich zur Wahl eine tiefgreifende Analyse durchgeführt und dabei Erstaunliches über Berufe, Alter und sogar die Namen der potenziellen Abgeordneten zutage gefördert.

Der große Berufs-Check: Wer regiert uns morgen?

Die Zusammensetzung der Kandidatenliste ist ein Spiegelbild – und manchmal auch ein Zerrbild – unserer Gesellschaft. Während Berufspolitiker wenig überraschend die größte Gruppe bilden, drängen völlig neue Experten in die Politik.

Die Top 5 der Branchen im Landtagswahlkampf:

  1. Berufspolitiker: 112 Bewerber führen das Feld an.

  2. Studierende: 77 junge Köpfe wollen vom Hörsaal direkt ins Plenum, auch wenn viele als Ersatzkandidaten oder für Kleinstparteien antreten.

  3. Lehrer: Mit 58 Vertretern bleibt das Bildungswesen eine starke Säule der Politik.

  4. IT-Fachkräfte: 51 Experten (Software-Entwickler, Programmierer) bringen digitale Expertise mit – sogar ein KI-Ingenieur (Volt) ist dabei.

     

  5. Ingenieure: 39 Fachleute aus dem Ingenieurwesen komplettieren die Spitze.

    Systemrelevanz im Plenum?

Immer wieder wird gefordert, dass mehr Menschen aus der „echten Arbeitswelt“ Politik machen. In Baden-Württemberg versuchen diesmal einige Fachkräfte der kritischen Infrastruktur den Sprung: 20 Pflegefachkräfte, 19 Mediziner, 15 Polizisten und 7 Erzieher stehen auf den Wahlzetteln.


Exoten und Ruheständler: Vielfalt pur

Neben den klassischen Berufen finden sich auch höchst außergewöhnliche Tätigkeiten in den Steckbriefen. So schickt Die Linke eine BDSM-Sexualberaterin und eine Mietenaktivistin ins Rennen. Die CDU wird von einer Streuobstpädagogin vertreten. Für die Grünen kandidiertein Privatier.

Auch die Generationen mischen sich: 56 Personen treten bereits aus dem Ruhestand an, während zwei Kandidaten aktuell auf Jobsuche sind. Zudem bezeichnen sich fünf Frauen selbst als Hausfrau.


Namens-Check: Wo bleiben die Frauen?

Ein Blick auf die Vornamen offenbart eine deutliche Schieflage. Wer „Andreas“ heißt, hat statistisch gesehen die besten Chancen, einem Namensvetter auf dem Stimmzettel zu begegnen.

 

  • Spitzenreiter: 23 Mal Andreas, gefolgt von Daniel und Thomas (je 21).

     

  • Weitere häufige Namen: Michael (18) und Alexander (15).

     

  • Die Frauen-Lücke: Erst auf Platz 20 der Namensliste finden sich mit Susanne, Sabine und Nicole (je 7 Vertreterinnen) die ersten weiblichen Vornamen.

     

Jung gegen Alt: Das Alter der Parteien

Das Durchschnittsalter aller Kandidaten liegt bei 45,5 Jahren. Doch zwischen den Parteien liegen Welten:

 

Partei Durchschnittsalter der Kandidaten
Partei der Rentner

72,3 Jahre (Spitzenreiter)

 

AfD

50,8 Jahre

 

CDU

47,3 Jahre

 

BÜNDNIS 90/Die Grünen

43,9 Jahre

 

SPD

41,6 Jahre

 

Volt

36,1 Jahre

 

Partei der Humanisten

30,9 Jahre (Küken im Feld)

 


Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed, sieht in der Vielfalt eine große Chance: „Dass Fachkräfte aus der Pflege, dem IT-Sektor oder dem Bildungsbereich ihre Praxiserfahrung einbringen wollen, schlägt eine wichtige Brücke zwischen Lebensrealität und politischem Handeln“.

Redaktion
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