Das Stadtarchiv Sinsheim hat mit dem Projekt „Digitale Erinnerungsorte“ einen neuen Schritt in der digitalen Erinnerungskultur der Stadt gemacht. Ab sofort können Interessierte die interaktive Karte auf der Website www.erinnerungsorte-sinsheim.de aufrufen, die eine virtuelle Auseinandersetzung mit der Vergangenheit Sinsheims und seiner zwölf Stadtteile ermöglicht. Die Karte markiert relevante Erinnerungsorte und liefert durch Klick auf die einzelnen Punkte multimediale Inhalte wie Texte, Bilder sowie Audio- und Videoaufnahmen.
Das Projekt konzentriert sich insbesondere auf Erinnerungsorte, die mit den Opfern des Nationalsozialismus in Verbindung stehen. Es bietet vertiefende Informationen zu den Personen, die mit diesen Orten verknüpft sind, und ergänzt so die Stolpersteine, die seit dem 24. Mai 2025 im Stadtbild verlegt wurden. Die interaktive Karte geht jedoch über diese Schicksale hinaus und thematisiert auch die historische Bedeutung von jüdischen Familien, die über Jahrhunderte hinweg die Geschichte von Sinsheim und seinen Stadtteilen prägten.
Neben den persönlichen Erinnerungen werden auch markante Gebäude, deren bauliche Veränderungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs oft mit dem Verlust historischer Bauten verbunden sind, in das Projekt integriert. Diese Gebäude werden als eigenständige Erinnerungsorte gewürdigt.
Das Stadtarchiv Sinsheim erhält bei der Recherche und Aufbereitung der Inhalte Unterstützung von ehrenamtlichen Bürgern, die mit ihrem Engagement einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Projekts leisten.








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