Retter fordern Ausbau der nächtlichen Versorgung
Die DRF Luftrettung hat im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg ihrer Einsatzzahlen verzeichnet. Wie die Organisation in ihrer Jahresbilanz für 2025 mitteilte, leisteten die Hubschrauber-Crews bundesweit rund 36.400 Einsätze – ein Zuwachs von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders häufig wurden die Retter bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Infarkten oder Schlaganfällen sowie bei Unfällen alarmiert. Ein massives Plus gab es bei Windeneinsätzen in schwer zugänglichem Gelände.
DRF-Chef Dr. Krystian Pracz nutzte die Bilanzvorstellung für einen dringenden Appell an die Politik. Er fordert, die 24-Stunden-Luftrettung flächendeckend auszubauen und die sogenannten Randzeiten in den Abendstunden zu erweitern. Technisch seien die Hubschrauber längst für Flüge in der Dunkelheit ausgerüstet, doch die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinkten hinterher. Zudem drängt die DRF auf eine schnellere Reform der Notfallversorgung und eine bessere Vernetzung aller Rettungskräfte über Landkreisgrenzen hinweg. Für das laufende Jahr plant die Organisation unter anderem die Inbetriebnahme einer neuen Station in Lahr im Ortenaukreis und setzt die Modernisierung ihrer Flotte mit neuen Hubschraubermodellen fort.










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