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Dritter Abend der Begegnung: Interreligiöser Austausch in Sinsheim

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Dritter Abend der Begegnung: Interreligiöser Austausch in Sinsheim
Bild (Stadt Sinsheim): Prallvoll war es in der Teestube der Moschee beim Abend der Begegnung.

Ursprünglich war der „Abend der Begegnung“ bei der ersten Auflage als interne Veranstaltung des Rates der Religionen konzipiert worden. Die Mitgliedsgemeinden sollten die Gelegenheit erhalten, weitere Gemeindemitglieder mit der Arbeit des Rates der Religionen in Kontakt zu bringen. Schon damals war aufgefallen, wie unkompliziert die Menschen aus den unterschiedlichsten Glaubenstraditionen miteinander ins Gespräch kamen. Die Gemeinsamkeit Glaube brachte die Menschen dazu, über Praxis und Inhalte in einen lebendigen Austausch zu treten. Ermutigt durch viel positive Resonanz, öffnete der Rat der Religionen die darauffolgenden Abende der Begegnung für die interessierte Öffentlichkeit.

Die Akteure des Rates staunten dennoch in der DITIB-Moschee über die rege Teilnahme am dritten Abend der Begegnung. Sowohl aus den Mitgliedsgemeinden als auch aus der interessierten Öffentlichkeit fanden zahlreiche Besucher den Weg in die Sinsheimer Moschee, wo die Plätze für die Kennenlerngespräche an den Stehtischen im Foyer schnell eng wurden.

Wie gewohnt gab es nach den ersten Austauschgesprächen an den Stehtischen eine kurze Begrüßung durch den Moscheevertreter Hasan Karakaya und eine Fortsetzung im Saal mit gemeinsamem Essen. Die Speisen wurden von den Teilnehmern mitgebracht und als Buffet zur Verfügung gestellt. Das offene Konzept beim Essen unterstützte den weiteren Austausch.

Als kleiner Höhepunkt hatten die Teilnehmer anschließend die Gelegenheit, den Gebetsraum der Moschee und die Aspekte der muslimischen Glaubenspraxis kennenzulernen. Karakaya führte zunächst das korrekte Ausziehen der Schuhe vor Betreten der Moschee vor. Im Inneren der Moschee erläuterte Büşra Şahin-Arslan, die Religionsbeauftragte der Sinsheimer Moschee, die notwendigen Bestandteile einer Moschee und beantwortete zahlreiche interessierte Nachfragen.

Das große Interesse führen die Veranstalter auch auf den Veranstaltungsort zurück, wo man sich niederschwellig ein eigenes Bild des muslimischen Lebens vor Ort machen konnte. Daraus entstanden weiterführende Gespräche über Sakralräume und religiöse Rituale in unterschiedlichen Glaubenstraditionen. Für die Zukunft ist geplant, weitere Veranstaltungen möglichst wieder in den Räumen der Mitgliedsgemeinden auszurichten oder zumindest einen Blick in deren Sakralräume oder -praktiken zu ermöglichen.

Hintergrund

Der Rat der Religionen steht für Frieden zwischen den Religionen und drückt dies unter anderem durch den jährlich stattfindenden „Abend der Begegnung“ aus. Gegründet wurde der Rat in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung Sinsheim. Der Rat versteht sich als Ansprechpartner für religiöse Belange in der gemeinsamen Lebenswelt Stadt Sinsheim. Mitgliedsgemeinden sind die Ahmadiyya-Gemeinde, die Bahà’i-Gemeinde, die DITIB-Moschee, die Evangelische Kirchengemeinde, die Evangelisch-methodistische Kirchengemeinde, die Katholische Kirchengemeinde St. Jakobus Kraichgau, die Kirche im Forum und die Neuapostolische Kirchengemeinde.

Für weitere Fragen steht die städtische Integrationsbeauftragte Inge Baumgärtner unter Tel. 07261 404163 oder per E-Mail an integration@sinsheim.de gerne zur Verfügung.

Redaktion
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