Leben

Einblicke in die Notaufnahmen der GRN-Kliniken

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Blut, Drama und Heldentaten – Der Alltag der Lebensretter

Die Arbeit in den Zentralen Notaufnahmen (ZNA) der GRN-Kliniken ist für die Mitarbeitenden jeden Tag aufs Neue eine Überraschung. „Man weiß nie, was kommt“, beschreibt Florian Zeller, pflegerischer Leiter der ZNA der GRN-Klinik Sinsheim, die Vielfalt und Unvorhersehbarkeit des Arbeitsalltags. Diese Besonderheit macht den Job so spannend, da die Notaufnahmen eine Vielzahl von akuten Krankheitsereignissen behandeln, die täglich neue Herausforderungen mit sich bringen.

Am Beispiel eines jungen Handwerkers, der sich beim Schneiden mit einem Cuttermesser tief in die Handfläche geschnitten hatte, wird deutlich, wie abwechslungsreich die Arbeit ist. In solchen Fällen prüfen die Pflegekräfte, ob Sehnen oder Knochen verletzt sind, bevor eine Entscheidung über eine mögliche Operation oder eine einfache Wundnaht getroffen wird.

Neben der Versorgung der Patienten umfasst die Arbeit in der Notaufnahme auch eine Vielzahl von Aufgaben. „Die Pflege ist sehr umfangreich und vielfältig“, erklärt Zeller. Die Mitarbeitenden sind für die Ersteinschätzung der Patienten, Blutentnahmen, EKGs und Wundversorgungen verantwortlich und müssen regelmäßig mit verschiedenen Berufsgruppen zusammenarbeiten. „Wir sind die Schnittstelle in der Versorgung der Patienten“, ergänzt Sven Gärtner, pflegerischer Leiter der ZNA in Schwetzingen.

Die Notaufnahme arbeitet eng mit Ärzten, Rettungskräften, Laboren und anderen Stationen zusammen. Auch das Management von Patientenaufnahmen und die Koordination von Terminen und Transporten gehören zum Arbeitsalltag. Die ZNA ist nicht nur für Notfälle von außerhalb zuständig, sondern betreut auch akute Notfälle von bereits hospitalisierten Patienten. „Manchmal übernehmen wir auch Aufgaben, die die Situation erfordert, wie etwa das Reinigen von Isolationsräumen“, erklärt Anja Martin, pflegerische Leiterin der ZNA in Weinheim.

Trotz des stressigen und unvorhersehbaren Arbeitsumfelds ist die Arbeit in der Notaufnahme von einer hohen Leidenschaft und Einsatzbereitschaft geprägt. „Die größte Freude bereitet mir das Gefühl, wirklich etwas bewirken zu können, sei es durch schnelle und kompetente Hilfe in lebensbedrohlichen Situationen oder durch ein beruhigendes Wort in angstvollen Momenten“, sagt Vivienne Reutzel, stellvertretende pflegerische Leitung der ZNA in Eberbach.

Die Notaufnahmen in den GRN-Kliniken behandeln nach dem Manchester-Triage-System, bei dem Patienten nach medizinischer Dringlichkeit und nicht nach der Ankunftszeit behandelt werden. Patienten mit lang bestehenden Erkrankungen oder Überweisungen an Fachärzte werden in der Notaufnahme nicht behandelt, da diese ausschließlich Notfälle versorgt.

Der junge Handwerker, der sich in der ZNA Weinheim vorgestellt hatte, hatte Glück im Unglück: Sehnen und Knochen blieben unversehrt, und nach einer Wundnaht konnte er mit einem dicken Verband wieder nach Hause gehen.

Redaktion
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