Statistisches Landesamt meldet reales Umsatzplus von 5,8 Prozent – Beschäftigtenzahl geht weiter zurück
Der Einzelhandel in Baden-Württemberg hat im Juni 2026 deutlich mehr umgesetzt als im gleichen Monat des Vorjahres. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg stiegen die preisbereinigten Umsätze gegenüber Juni 2025 um 5,8 Prozent. Nominal, also ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung, verzeichneten die Unternehmen ein Umsatzplus von 7,4 Prozent.
Beim Vergleich ist allerdings zu berücksichtigen, dass im Juni 2026 insgesamt 25 Verkaufstage zur Verfügung standen. Das waren zwei Verkaufstage mehr als im Juni 2025.
Beschäftigtenzahl sinkt trotz steigender Umsätze
Während sich die Umsätze positiv entwickelten, setzte sich bei der Beschäftigung der rückläufige Trend fort. Die Einzelhandelsunternehmen im Land meldeten im Juni 2,1 Prozent weniger tätige Personen als im entsprechenden Vorjahresmonat.
Damit gingen steigende Umsätze nicht mit einer höheren Zahl an Beschäftigten einher.
Lebensmittelhandel setzt mehr um
Auch der Einzelhandel mit Lebensmitteln verzeichnete ein Umsatzplus. Preisbereinigt lagen die Einnahmen im Juni 4,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Nominal stiegen die Umsätze um 5,3 Prozent.
Gleichzeitig sank die Zahl der im Lebensmitteleinzelhandel tätigen Personen gegenüber Juni 2025 um 2,0 Prozent.
Nicht-Lebensmittelhandel mit stärkstem Wachstum
Noch deutlicher fiel das Umsatzwachstum im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln aus. Hier erhöhten sich die preisbereinigten Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,7 Prozent. Nominal wurde sogar ein Plus von 9,0 Prozent erreicht.
Auch in diesem Bereich entwickelte sich die Beschäftigung jedoch rückläufig. Die Zahl der tätigen Personen lag 2,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Berechnungsmethode seit Mai 2026 geändert
Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Konjunkturstatistik im Einzelhandel seit dem Berichtsmonat Mai 2026 nach einer überarbeiteten Methodik erstellt wird. Die bisherigen Messzahlen wurden durch sogenannte Laspeyres-Indizes ersetzt. Damit sollen Entwicklungen innerhalb der verschiedenen Wirtschaftszweige einheitlicher und methodisch besser vergleichbar dargestellt werden.
Zudem erfolgt die statistische Zuordnung inzwischen nach Geschäftsfeldern statt nach rechtlichen Einheiten. Dadurch können unterschiedliche wirtschaftliche Aktivitäten genauer den jeweiligen Wirtschaftszweigen zugeordnet werden.
Gleichzeitig wurde die Statistik auf das neue Basisjahr 2021 umgestellt.












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