Lebendige Diskussion im sehr gut besuchten Carl-Ullmann-Haus
Epfenbach. Die Epfenbacher SPD hat auf Einladung des Wahlkreisabgeordneten Jan-Peter Röderer ein prominent besetztes Podium im Carl-Ullmann-Haus präsentiert.
Katja Mast ist Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas. Sie diskutierte mit Andreas Kenner, der seinerseits aus der Altenpflege kommt und im Landtag von Baden-Württemberg Sprecher für Jugend und Senioren der SPD ist. Die Moderation übernahm Jan-Peter Röderer, der als weitere Experten noch Anne Oehne vom Kreis-Seniorenrat sowie Tobias-Albrecht von der Johannes-Diakonie begrüßte.
Die Themenvielfalt erstreckte sich über Bildung, Wohnen, Wirtschaft, Arbeit, Rente und Pflege bis hin zu Fragen, die nur am Rande mit dem Alter zu tun hatten. Im Laufe der Debatte legten die SPD-Vertreter großen Wert auf die Aussage, dass der Mensch kein Kostenfaktor ist. „Dass der Mensch im Mittelpunkt unserer Politik steht, ist im Bereich Gesundheit und Pflege besonders klar zu sehen. Denn hier geht es viel zu häufig einfach nur um Profit und Rentabilität. Wir antworten darauf mit Menschlichkeit und einer auskömmlichen Rente“ fasst Röderer zusammen, was die Podiumsteilnehmer detailliert ausführten.
Viel war zu hören, wie im sozialdemokratisch regierten österreichischen Burgenland Soziale Politik gemacht wird oder wie man in Finnland systematisch einen anderen Weg geht, indem man das Gesundheitswesen steuerfinanziert statt über Mitgliedsbeiträge. Damit führt zum Beispiel das schwierige Thema „versicherungsfremder Leistungen“ und deren Finanzierung dort nicht zu Gerechtigkeitsproblemen, die man in Deutschland über die Bürgerversicherung lösen könnte, was aber von konservativer Seite nicht gewollt ist.
Aber auch konkrete Vorschläge wie das SPD-Konzept der „Gemeindeschwester plus“, das gleichzeitig die Versorgung verbessern und Kosten sparen soll, wurden ausgeführt.
Und wie soll Politik auf den demographischen Wandel einer älter werdenden Gesellschaft reagieren? Auf jeden Fall muss man die Rente weiter stabil halten, betonte Matja Mast und überlegen, wie man die Finanzierung des Systems gestalten will. „Diejenigen, die am Wenigsten haben, erben nämlich häufig auch am Wenigsten und können sich dann gerade im Alter nicht leisten, was sie eigentlich verdient hätten.“ formulierte eine Teilnehmerin ihre Sorge.
Zusammenfassend gab es die Rückmeldung aus dem Publikum: „Unterhaltsam und spannend“. „So hatte ich es mir erhofft“ beschrieb Röderer das Zusammenspiel von fachlichem Input und lebhafter Debatte. Und für die örtliche SPD sagte Beate Metzler-Klenk: „Mit mehr als 50 Gästen wurden meine Erwartungen übertroffen. Das ist sehr erfreulich, wie groß die Resonanz ist“.
Ein weiterer Gast freute sich, „dass man derzeit ja kaum noch weiß, wie man all die spannenden Termine schaffen soll. Wobei Olaf Scholz in Sinsheim und Bärbel Bas in Neckargemünd meine absoluten Favoriten sind“.













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