Die Tarifverhandlungen für rund 6.700 Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg sind ohne Ergebnis gestartet. In der ersten Runde zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband in Stuttgart legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Sie verwiesen dabei auf die angespannte Finanzlage der Städte.
Betroffen von den Verhandlungen sind die Verkehrsbetriebe in Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz. Die Gewerkschaft fordert unter anderem deutliche Erhöhungen der Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Samstagsarbeit sowie für Überstunden. Verhandlungsführer Jan Bleckert kritisierte, dass Mehrarbeit für die Unternehmen derzeit faktisch billiger sei als Neueinstellungen, da Überstundenzuschläge kaum ins Gewicht fielen. Ziel der Gewerkschaft sei es, die Berufe attraktiver zu gestalten, um Personallücken nachhaltig zu schließen. Nur so könne die angestrebte Verkehrswende gelingen. Die Tarifkommission berät nun über das weitere Vorgehen; die nächste Verhandlungsrunde ist für den 9. Februar angesetzt. Auch in fast allen anderen Bundesländern laufen derzeit ähnliche Tarifrunden für den öffentlichen Personennahverkehr.










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