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Eskalation im Tarifkonflikt der baden-württembergischen Universitätskliniken

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Eskalation im Tarifkonflikt der baden-württembergischen Universitätskliniken

In der Gehaltstarifrunde für die vier baden-württembergischen Universitätskliniken in Heidelberg, Freiburg, Tübingen und Ulm stehen die Zeichen auf Sturm. Als Reaktion auf erste eintägige Warnstreiks hat der Arbeitgeberverband AGU den seit fast vier Jahrzehnten bestehenden Rationalisierungsschutztarifvertrag zum Jahresende gekündigt.

Die Arbeitgeber begründeten diesen Schritt explizit mit den Arbeitsniederlegungen und drohten zudem damit, ein mögliches Tarifergebnis bei weiteren Streiks zu verschlechtern.

Die Gewerkschaft ver.di verurteilte das Vorgehen scharf als unwürdige Bestrafung der Beschäftigten und rief das Land als Eigentümer der Kliniken zur Vermittlung auf.

Der gekündigte Vertrag sichert den rund 26.000 betroffenen Mitarbeitern soziale Mindeststandards bei Personalabbau, wie etwa Kündigungsschutz für Langzeitbeschäftigte und Abfindungsregeln. ver.di fordert in der Tarifrunde 7,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 320 Euro im Monat bei einer Laufzeit von einem Jahr.

Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 17. Juni angesetzt.

Redaktion
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