In der Hans-Freudenberg-Schule in Weinheim fand der Fachtag „Essstörungen – Prävention in Schulen und Vereinen“ statt. Rund 60 Fachkräfte aus Pädagogik, Sozialarbeit, Sport und Gesundheit kamen zusammen, um Strategien zur frühzeitigen Prävention von Essstörungen zu entwickeln. Dr. Melanie Weiß von der Kommunalen Gesundheitskonferenz betonte zur Eröffnung: „Essstörungen sind kein Randthema – sie betreffen uns alle“.

Auf großes Interesse stieß der Fachtag zum Thema Essstörungen, der in der Weinheimer Hans-Freudenberg-Schule stattfand. ©LRA
Die Vorträge beleuchteten die Ursachen und Erscheinungsformen von Essstörungen und setzten sich kritisch mit gesellschaftlichen Schönheitsidealen auseinander. Zudem wurde die App „eatappie“ vorgestellt, die Jugendlichen mit Magersucht und Bulimie eine niederschwellige Unterstützung während der Wartezeit auf einen Therapieplatz bietet.
In vier praxisnahen Workshops am Nachmittag diskutierten die Teilnehmer konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Früherkennung und Gesprächsführung. Ein Schwerpunkt lag auf dem Einfluss sozialer Medien wie TikTok und Instagram, die gefährliche Körperbilder befördern. Zum Abschluss erinnerte Moderatorin Eva Leichman daran, dass Prävention dort beginne, wo man hinschaue, zuhöre und handle – in Schule, Verein und Familie.













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