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Fachtag zur psychischen Gesundheit junger Menschen stößt auf große Resonanz

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Rund 400 Fachkräfte haben an einer Gesundheitskonferenz zur Psyche von Kindern und Jugendlichen im Rhein-Neckar-Kreis teilgenommen.

Im Rhein-Neckar-Kreis ist die diesjährige Fachveranstaltung der Kommunalen Gesundheitskonferenz zu Ende gegangen. Unter dem Titel „Junge Psyche im Blick“ trafen sich 130 Teilnehmende im Landratsamt. Wegen hoher Nachfrage wurde die Veranstaltung zusätzlich online übertragen – dort verfolgten weitere 270 Fachkräfte das Programm.

Im Mittelpunkt standen steigende psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen. Expertinnen und Experten aus der Region informierten in Vorträgen und Workshops über aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen in Prävention, Versorgung und Unterstützung. Themen waren unter anderem Medienkonsum, regionale Versorgungslage, Präventionsprogramme sowie der Umgang mit Krisen im frühen Kindes- und Schulalter. Die ärztliche Direktorin der Heidelberger Kinder- und Jugendpsychiatrie, Luise Poustka, betonte die Bedeutung stabiler psychischer Gesundheit für den Übergang ins Erwachsenenalter.

Ein Schwerpunkt war die Frage, wie Schulen gesundes Lernen ermöglichen können. Vorgestellt wurde ein Präventionskatalog, der Einrichtungen Orientierung über Programme zur Gesundheitsförderung bietet. Weitere Workshops befassten sich mit Essstörungen, Elternarbeit und der Situation von Kindern psychisch erkrankter Eltern.

Mehrere Beiträge widmeten sich der Medienerziehung. Sozialpädagoge Clemens Beisel hob hervor, dass digitale Aufklärung sowohl in Schulen als auch im Elternhaus stattfinden müsse. Die Gesundheitskonferenz plant für das kommende Jahr digitale Informationsangebote für Eltern und Fachkräfte zur gesunden Mediennutzung.

Im Foyer präsentierten zehn Ausstellende Projekte und Best-Practice-Beispiele. Der Markt der Möglichkeiten bot Raum für Austausch und neue Kooperationen. Die breite Beteiligung aus Jugendhilfe, Sozialwesen, Gesundheitsversorgung, Schulen, Politik und Verwaltung zeigte den hohen Bedarf an Vernetzung und gemeinsamen Lösungsansätzen.

Die Geschäftsstelle der Gesundheitskonferenz dankte allen Beteiligten und betonte die Bedeutung, den Dialog zur psychischen Gesundheit junger Menschen weiter zu stärken.

Redaktion
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