Die besten Tipps der Polizei für E-Bikes und Co.
Endlich steigen die Temperaturen, die Sonne lockt und die Fahrradsaison 2026 nimmt im Südwesten Fahrt auf. Doch mit den Radlern erwachen auch die Fahrraddiebe aus dem Winterschlaf. Besonders im Visier der Kriminellen: teure E-Bikes und Pedelecs, die oft mehrere tausend Euro wert sind. Damit die Freude am neuen Rad nicht kurz nach dem ersten Ausflug endet, warnt die Polizei vor Leichtsinn und gibt wertvolle Tipps zum Diebstahlschutz.
Das richtige Schloss: Masse statt Klasse allein reicht nicht
Ein einfaches Spiralkabelschloss ist für Profi-Diebe in Sekunden zu knacken. Wer sein Rad liebt, sollte in massive Bügel-, Stahlketten- oder Panzerkabelschlösser investieren. Wichtig ist hierbei vor allem die geprüfte Qualität (z. B. VdS-zertifiziert).
Der entscheidende Fehler beim Abschließen: Viele Radfahrer blockieren lediglich das Vorder- oder Hinterrad. „Das reicht als Schutz nicht aus“, warnt die Polizei. Hochwertige Räder werden heute oft einfach weggetragen oder in Transporter verladen.
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Die goldene Regel: Das Fahrrad muss immer an einem festen Gegenstand (Fahrradständer, Laternenpfahl, Zaun) angeschlossen werden.
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E-Bike-Special: Sichern Sie den Akku und wertvolle Display-Einheiten separat. Die rahmeneigenen Schlösser der Hersteller bieten oft nur einen Basisschutz, der für langes Abstellen nicht ausreicht.
High-Tech gegen Diebe: GPS-Tracker als digitale Wächter
Eine moderne Ergänzung zum mechanischen Schloss sind GPS-Tracker. Diese kleinen Sender werden versteckt am Rahmen oder im Motorraum verbaut. Sobald das Rad unbefugt bewegt wird, sendet das System einen Alarm auf das Smartphone des Besitzers. Im Falle eines Diebstahls kann die Polizei den Standort des Rades in Echtzeit verfolgen. Dies erhöht die Chance, das Diebesgut und die Täter schnell zu fassen, massiv.
Identifikation: Warum die Rahmennummer Ihre Lebensversicherung ist
Wird ein gestohlenes Fahrrad von der Polizei sichergestellt, scheitert die Rückgabe oft an einer fehlenden Zuordnung. Jedes Rad sollte zweifelsfrei identifizierbar sein.
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Rahmennummer: Prüfen Sie, ob Ihr Rad eine eingravierte oder eingeschlagene Nummer hat und notieren Sie diese.
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Codierung: Lassen Sie Ihr Fahrrad codieren! Der Fachhandel oder der ADFC bieten Termine an, bei denen ein verschlüsselter Code in den Rahmen graviert wird. Dieser verrät der Polizei sofort die Wohnanschrift des Eigentümers.
Der Fahrradpass: Ihr wichtigstes Dokument im Ernstfall
Die Polizei rät dringend dazu, einen Fahrradpass anzulegen. Darin sollten alle relevanten Daten festgehalten werden:
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Hersteller, Modell und Radtyp
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Rahmennummer und Codierung
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Rahmengröße und Farbe
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Besondere Merkmale (z.B. auffällige Anbauteile)
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Ein aktuelles Foto des Rades
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Eigentumsnachweis (Kaufbeleg)
Fragen Sie schon beim Kauf im Fachhandel nach einem solchen Pass oder nutzen Sie die kostenlosen Apps der Polizei. Ein gut ausgefüllter Pass ist die Voraussetzung dafür, dass die Versicherung im Schadensfall zahlt und die Polizei effektiv fahnden kann.
Schutz auch zu Hause: Keller und Garagen nicht vergessen
Ein häufiger Irrtum ist der Glaube, das Rad sei im abgeschlossenen Keller oder in der Garage sicher. Weit gefehlt: Viele Diebstähle finden genau dort statt. Schließen Sie Ihr Fahrrad daher auch in Gemeinschaftskellern oder Tiefgaragen immer an einem festen Wand- oder Bodenanker an.
Zusatz-Info: Kostenlose Beratungen und das Faltblatt „Räder richtig sichern“ erhalten Sie in jeder polizeilichen Beratungsstelle und auf www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/25-raeder-richtig-sichern.














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