Sinsheim. Auf mehreren Sinsheimer Gemarkungen setzen örtliche Jagdpächter seit einigen Wochen sogenannte Krefelder Fuchsfallen ein. Mit den Lebendfallen werden vor allem Füchse sowie Marder und Waschbären gefangen. Nach Angaben der Stadt ist die Regulierung von Fressfeinden ein Baustein, um insbesondere bodenbrütende Vogelarten wie das stark gefährdete Rebhuhn zu unterstützen.
Die Stadt weist zugleich darauf hin, dass der Rückgang von Rebhuhn und Fasan verschiedene Ursachen hat. Eine wesentliche Rolle spielen demnach der Verlust geeigneter Lebensräume und ein geringeres Nahrungsangebot. Durch Veränderungen in der Landwirtschaft und Flurbereinigungen sei die Feldflur im Kraichgau vielerorts weniger kleinteilig geworden. Gleichzeitig stehen weniger Insekten zur Verfügung, von denen sich etwa Rebhuhnküken in ihren ersten Lebenswochen nahezu ausschließlich ernähren.
Wird eine der Fallen ausgelöst, erhält der zuständige Jäger eine Meldung auf sein Mobiltelefon und muss die Falle anschließend unverzüglich kontrollieren. Die Stadt Sinsheim hat die Jagdpächter bei der Anschaffung der Fallen nach eigenen Angaben mit insgesamt rund 5.000 Euro unterstützt.
Langfristig soll vor allem der Lebensraum der Feldvögel verbessert werden. Die derzeit laufende Biotopverbundplanung der Stadt soll deshalb einen besonderen Schwerpunkt auf die Schaffung und Verbesserung geeigneter Flächen für Arten wie das Rebhuhn legen.












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