Im Flurbereinigungsverfahren Laudenbach (Obere Hassel) beginnt eine neue Phase: Nach intensiver Planung startet nun die konkrete Umsetzung der Maßnahmen vor Ort. Ziel des Verfahrens ist es, den landschaftsprägenden Weinbau sowie die artenreiche Kulturlandschaft an der Bergstraße langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Im Verfahrensgebiet ist bereits eine zunehmende Verbuschung zu beobachten. Um dem entgegenzuwirken, sind vor allem eine bessere Erschließung der Flächen sowie Voraussetzungen für eine moderne, maschinelle Bewirtschaftung notwendig. Nur so kann die Kulturlandschaft in der Vorbergzone dauerhaft erhalten bleiben.
Ergänzend dazu dienen landschaftspflegerische Maßnahmen dem ökologischen Ausgleich und dem Erhalt bestehender Strukturen. Gleichzeitig werden Ziele des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) „Blühende Badische Bergstraße“ umgesetzt. Die Voraussetzungen für den Start der Umsetzung sind inzwischen erfüllt: Ende vergangenen Jahres genehmigte das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) den Wege- und Gewässerplan. Zudem übergab der Minister für Ländlichen Raum, Peter Hauk, persönlich den Förderbescheid. Damit sind sowohl die planerischen als auch die finanziellen Grundlagen gesichert. Mittlerweile sind auch tierische Helfer im Verfahrensgebiet unterwegs: So kommen unter anderem Ziegen zum Einsatz, um Flächen schonend von Bewuchs zu befreien und für die geplanten Maßnahmen vorzubereiten. Parallel dazu wurden dort über 70 Nisthilfen für Vögel, Nagetiere und Fledermäuse installiert. Sowohl diese vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen als auch die späteren Bauarbeiten werden durch eine unabhängige Umweltbaubegleitung überwacht.
Auch vor Ort wird über das Verfahren informiert: An den beiden Hauptzufahrten – am Detschbrunnenweg und in der „Eichenhölle“ – weisen neue Schilder auf das Flurbereinigungsverfahren hin. Sie machen zugleich auf die Förderung durch den Bund und das Land Baden-Württemberg aufmerksam, die sich auf rund 1,8 Millionen Euro beläuft. Die Gesamtkosten des Verfahrens betragen etwa 2,1 Millionen Euro. Davon trägt die Teilnehmergemeinschaft rund 320.000 Euro, wobei der direkte Beitrag der Grundstückseigentümer auf 40.000 Euro begrenzt ist. Den verbleibenden Anteil übernimmt die Gemeinde Laudenbach freiwillig. Damit entlastet sie die Eigentümer deutlich und setzt zugleich ein starkes Zeichen für den Erhalt der Kulturlandschaft an der Bergstraße.











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