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Führungswechsel im Landratsamt Rhein-Neckar: Lukas Würtele wird Dezernent

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Führungswechsel im Landratsamt Rhein-Neckar: Lukas Würtele wird Dezernent
Landrat Manuel Just (Mitte) begrüßt die personelle Neuaufstellung innerhalb des Dezernats I (Verwaltung und Schulen) des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis: Lukas Würtele wird neuer Dezernent und Sirikit Klevenz leitet künftig das Haupt- und Personalamt. ©LRA

Im Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises stehen personelle Veränderungen in zwei zentralen Führungspositionen an. Lukas Würtele übernimmt zum 1. September die Leitung des Dezernats I für Verwaltung und Schulen. Seine bisherige Position als Leiter des Haupt- und Personalamts übernimmt Sirikit Klevenz.

Als Dezernent verantwortet Würtele künftig das Haupt- und Personalamt, das Kämmereiamt sowie das Amt für Schulen, Kultur und Sport. Beide Führungskräfte sind bereits seit vielen Jahren in der Kreisverwaltung tätig und mit deren Strukturen und Aufgaben vertraut.

Landrat Manuel Just begrüßt die personelle Neuaufstellung. Mit Würtele und Klevenz übernähmen zwei erfahrene Führungskräfte neue Verantwortung, die den Kreis, seine Verwaltung und die Mitarbeitenden bestens kennen würden. Beide stünden für Fachlichkeit, Verlässlichkeit und eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Kreisverwaltung.

Würtele leitete seit 2019 das Haupt- und Personalamt

Lukas Würtele kam 2019 als Leiter des Haupt- und Personalamts zum Rhein-Neckar-Kreis. In dieser Funktion war er unter anderem an der Entwicklung der Grundsätze zur Zusammenarbeit und Führung innerhalb der Kreisverwaltung sowie an der Arbeitgebermarke „WIR. DER KREIS.“ beteiligt.

Zuvor arbeitete er in verschiedenen Funktionen im Personal- und Organisationsbereich der Stadt Heidelberg. Der Diplom-Verwaltungswirt absolvierte außerdem berufsbegleitend ein Masterstudium im Bereich Public Management, das auf Führungs- und Schlüsselpositionen im öffentlichen Dienst ausgerichtet ist.

Die neue Aufgabe als Dezernent sieht Würtele als Chance, den einwohnerstärksten Landkreis Baden-Württembergs gemeinsam mit den Beschäftigten und weiteren Beteiligten weiterzuentwickeln. Besonders interessant sei für ihn die Vielfalt der Aufgaben innerhalb des Dezernats.

„Für mich ist der im Dezernat abgebildete Dreiklang aus den dazugehörigen Ämtern optimal. Personal war schon immer mein Steckenpferd. Das Finanzthema ist in diesen Zeiten spannender denn je“, erklärt Würtele. Hinzu kämen organisatorische Themen und Zukunftsfelder wie Künstliche Intelligenz sowie seine persönlichen Interessen an Schulen, Kultur und Sport.

Kommunale Finanzlage als zentrale Herausforderung

Einen Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit sieht Würtele in der lösungsorientierten Weiterentwicklung der unterschiedlichen Themenbereiche. Dazu gehören die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden, die kommunale Finanzsituation und die Herausforderungen im Bildungsbereich.

Besonders die angespannte finanzielle Lage der Kommunen werde die Arbeit in den kommenden Jahren prägen. Der Kreishaushalt stehe zwischen wachsenden gesetzlich vorgeschriebenen Ausgaben und begrenzten Einnahmemöglichkeiten. Gleichzeitig müssten auch die finanziellen Belastungen der kreisangehörigen Städte und Gemeinden berücksichtigt werden.

„In Zeiten dieser historischen kommunalen Finanzkrise gilt es, unsere Hausaufgaben weiter zu machen und die verbleibenden Mittel so zielgerichtet und wirkungsvoll einzusetzen, dass wir unseren Dienstleistungsauftrag für die Bürgerinnen und Bürger erfüllen können“, sagt Würtele. Notwendig sei zudem eine ausreichende Finanzierung der übertragenen Aufgaben durch das Land Baden-Württemberg.

Führung durch Vertrauen und Kommunikation

Seinen Führungsstil beschreibt Würtele als vertrauensvoll und kommunikativ. Orientierung zu geben, Verantwortung zu übertragen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, seien für ihn zentrale Bestandteile einer erfolgreichen Zusammenarbeit.

Der verheiratete Vater von drei Kindern nennt die Bergstraße mit seinem früheren Wohnort Dossenheim sowie den Bade- und Wasserskisee in St. Leon-Rot als seine Lieblingsorte im Rhein-Neckar-Kreis. Als passionierter Sportler finde er dort Aktivität und Erholung.

Sirikit Klevenz seit mehr als 30 Jahren beim Rhein-Neckar-Kreis

Die Leitung des Haupt- und Personalamts übernimmt Sirikit Klevenz. Sie arbeitet seit mehr als drei Jahrzehnten für den Rhein-Neckar-Kreis und verfügt über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Personal, Organisation und Verwaltungsentwicklung.

Seit 2015 ist sie stellvertretende Leiterin des Haupt- und Personalamts. Das Amt führte sie bereits zweimal kommissarisch. Die Übernahme der Amtsleitung sei für sie eng mit ihrer persönlichen Entwicklung innerhalb der Kreisverwaltung verbunden.

„Für mich war der Rhein-Neckar-Kreis schon immer der passende Arbeitgeber. In meinen verschiedenen Arbeits- und Lebensphasen hatte ich immer die richtigen Arbeitsbedingungen sowie die Unterstützung und Förderung, die es gebraucht hat. Hier konnte ich wachsen und mich entwickeln“, erklärt Klevenz.

Zu den wichtigen Stationen ihrer bisherigen Laufbahn zählen die Begleitung der Zertifizierung des Landratsamts als familienfreundlicher Arbeitgeber, die Einrichtung einer Mediationsstelle sowie die Mitarbeit an organisatorischen Veränderungs- und Digitalisierungsprojekten.

Personalgewinnung und Organisationsentwicklung im Mittelpunkt

An der neuen Aufgabe reize Klevenz insbesondere die große Themenvielfalt des Haupt- und Personalamts. Das Amt sei in zahlreiche zentrale Zukunftsthemen der Kreisverwaltung eingebunden.

„Mich reizt besonders die Möglichkeit, gemeinsam mit den Mitarbeitenden Entwicklungen aktiv zu gestalten und Impulse für eine moderne und leistungsfähige Verwaltung zu setzen“, sagt Klevenz.

Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit soll auf der Organisationsentwicklung liegen. Gleichzeitig möchte sie die strategische Personalpolitik weiter stärken. Angesichts des zunehmenden Fachkräftebedarfs seien die Gewinnung neuer Beschäftigter, die Arbeitgeberattraktivität und die Personalentwicklung entscheidende Zukunftsaufgaben.

Das Haupt- und Personalamt versteht Klevenz als Partner der Fachämter und der Mitarbeitenden. Eine wichtige Grundlage dafür soll die geplante Neuorganisation im Rahmen des Projekts „Amt 10 – eine runde Sache“ bilden.

Positive Leadership als Führungsansatz

Ihr Führungsverständnis orientiert Klevenz am Ansatz des sogenannten Positive Leadership. Dabei sollen insbesondere die Fähigkeiten und Stärken der Mitarbeitenden gefördert werden.

„Mir ist wichtig, die Stärken der Mitarbeitenden zu fördern und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sie ihr Potenzial entfalten können“, erklärt sie. Führung bedeute für sie außerdem, Orientierung zu geben, klare Ziele zu formulieren und Entscheidungen transparent zu treffen. Beteiligung, Vertrauen und wertschätzende Kommunikation seien wichtige Grundlagen einer erfolgreichen Zusammenarbeit.

Als Lieblingsort im Rhein-Neckar-Kreis nennt die verheiratete Mutter von zwei Kindern Schwetzingen. Besonders der Schlossgarten, die kulturellen Angebote und die Atmosphäre der Stadt hätten es ihr angetan. „Schwetzingen hat für mich auf jeden Fall Urlaubsfeeling pur“, sagt Klevenz.

Redaktion
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