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Für die Wirtschaft von heute unverzichtbar: Kunststoffspritzguss

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Für die Wirtschaft von heute unverzichtbar: Kunststoffspritzguss
Image by Gábor Adonyi from Pixabay

3D-Druck oder Kunststoffspritzguss? Beide Fertigungsverfahren sind für den Laien kaum auseinanderzuhalten. Doch tatsächlich gibt es hinsichtlich der Kosten, der Fertigungsgeschwindigkeit und der Qualität Unterschiede, die sich nicht erst in der Anwendung des erzeugten Produktes bemerkbar machen: Während der 3D-Druck bei schnellen Iterationen punktet, überzeugt der Spritzguss für große Stückzahlen. Gerade im Hinblick auf Präzision und Stückkosten kann der 3D-Drucker nicht mithalten. Auch produzierende Unternehmen aus dem Rhein-Neckar-Raum setzen daher für Prototypen häufiger auf den Druck, während die spätere Serienfertigung im Spritzgussverfahren abläuft.

Das Produktionsverfahren – eine Frage der Wirtschaftlichkeit und Geschwindigkeit

Die Kosten für den Kunststoffspritzguss amortisieren sich mit der herzustellenden Stückzahl eines Produktes. So liegen die Einrichtungskosten oft im fünfstelligen Bereich, dafür liegen die Stückkosten bei einer Serienfertigung extrem niedrig. Auf der Zeitleiste sieht es ähnlich aus: Die Anlaufzeit bis zum Start der Produktion kann Wochen in Anspruch nehmen, später ist jedes einzelne Teil dafür in Sekundenschnelle hergestellt.

Im dreidimensionalen Druck fallen indes keine Werkzeug- beziehungsweise materielle Einrichtungskosten an. Bis die Software passgenau eingerichtet ist, dauert es einige Stunden bis wenige Tage. Die Materialkosten pro Stück liegen höher als beim Spritzguss, außerdem ist der Zeitaufwand bedeutend länger.

Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen zwei Herstellungsverfahren

Kunststoffteile wie Schraubverschlüsse, Getränkekisten oder Gießkannen begleiten uns im Alltag überall. Aber auch großformatige Kunststoffteile spielen in Industrie und Handwerk eine Rolle. Wer sich also angesichts des aktuellen Hypes um den (auch heimischen) 3D-Druck die Frage stellt: “Für was braucht man Kunststoffspritzguss?”, der muss einen näheren Blick auf die Verfahren werfen.

  • Spritzguss überzeugt mit einer sehr hohen Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität. Zudem steht eine breite Materialpalette zur Verfügung: PP, ABS, PC, PA6/66, PBT, TPE und glasfaserverstärkte Compounds sind übliche Ausgangsstoffe. Je nach individueller Materialeigenschaft verwendet man sie etwa für Innenraum-Komponenten in Fahrzeugen, Steckverbinder oder auch Bauteile der Medizintechnik.
  • 3D-Druck setzt nur teilweise auf die gleichen Werkstoffe. Gängig sind vor allem FDM (PLA, PETG, ABS), SLS (PA12) und SLA/DLP (Harze). Die Produktqualität ist beim 3D-Druck meistens schlechter als beim Kunststoffspritzguss. Doch wenn es um Prototypen neuer Autoteile geht oder auf die Schnelle ein Ersatzteil benötigt wird, ist der 3D-Druck unverzichtbar.

Die Rhein-Neckar-Region setzt auf hybride Strategien

Ob Automotive, Maschinenbau oder Medizintechnik: Unsere Region punktet mit Innovationskraft und verlässlicher Qualität. Ein Großteil der produzierenden Unternehmen setzt in der eigenen Entwicklungsabteilung ganz selbstverständlich auf den eigenen 3D-Drucker. Denn theoretische Vorplanung und Herstellung von Mustern und Pilotserien rücken idealerweise so eng wie möglich zusammen. Sobald ein Produkt die Serienreife erlangt hat, kann der Wechsel zum Kunststoffspritzguss erfolgen. In der Kunststoffverarbeitung spezialisierte Unternehmen wie HSVTMP müssen sich dann nicht länger mit der Produktentwicklung befassen, sondern können in kürzester Zeit eine Vielzahl fertig konfigurierter Produkte herstellen.

Fazit: Nicht alles muss man selber machen

Keine Frage, der 3D-Druck hat die Produktentwicklung in unzähligen Unternehmen revolutioniert – auch in Sinsheim. Längst ist es gelebter Alltag, ein Produkt alleine innerhalb der eigenen Fachabteilung vom digitalen Konzept bis zur physischen Serienreife zu entwickeln. Gleichzeitig kann es oft sinnvoll sein, die spätere Serienfertigung an ein kompetentes Partnerunternehmen auszulagern. So tut jeder Bereich, was er am besten kann. Das ist ganz im Sinne der Effizienz und der Produktqualität – und damit ein allseitiges Win-win.

Redaktion
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