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Gastgewerbe in Baden-Württemberg mit realem Umsatzminus im Juni

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Gastgewerbe in Baden-Württemberg mit realem Umsatzminus im Juni

Statistisches Landesamt meldet gleichzeitig steigende nominale Umsätze

Das Gastgewerbe in Baden-Württemberg hat im Juni 2026 erneut einen Rückgang der preisbereinigten Umsätze verzeichnet. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg lagen die realen Umsätze 4,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Nominal, also ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung, nahmen die Umsätze dagegen um 3,0 Prozent zu.

Auch bei der Beschäftigung setzte sich die rückläufige Entwicklung fort. Im Juni waren im baden-württembergischen Gastgewerbe 1,3 Prozent weniger Personen tätig als im Juni 2025.

Gastronomie mit realem Umsatzrückgang von fünf Prozent

Innerhalb des Gastgewerbes mussten sowohl die Gastronomie als auch die Beherbergungsbetriebe reale Umsatzverluste hinnehmen. In der Gastronomie lagen die preisbereinigten Umsätze im Juni 5,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Nominal nahmen die Einnahmen dagegen um 3,2 Prozent zu.

In der Beherbergung fiel der reale Umsatzrückgang mit 3,9 Prozent etwas geringer aus. Auch hier stand dem preisbereinigten Minus ein nominales Umsatzwachstum gegenüber. Hotels, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe erzielten nominal 2,4 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor.

Weniger Beschäftigte in Beherbergung und Gastronomie

Parallel zur Umsatzentwicklung ging die Zahl der Beschäftigten weiter zurück. Besonders deutlich zeigte sich dies in der Beherbergungsbranche. Dort waren im Juni 2026 3,8 Prozent weniger Personen tätig als im entsprechenden Vorjahresmonat.

In der Gastronomie fiel der Beschäftigungsrückgang geringer aus. Die Zahl der dort tätigen Personen lag 0,8 Prozent unter dem Niveau vom Juni 2025.

Statistik seit Mai nach neuer Berechnungsmethode

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Konjunkturstatistik für das Gastgewerbe seit Mai 2026 nach einer überarbeiteten Methodik erstellt wird. Die bisherigen Messzahlen wurden durch sogenannte Laspeyres-Indizes ersetzt. Dadurch sollen wirtschaftliche Entwicklungen auf unterschiedlichen Branchenebenen einheitlicher dargestellt werden können.

Zudem erfolgt die Zuordnung nicht mehr anhand rechtlicher Einheiten, sondern nach Geschäftsfeldern. Unterschiedliche wirtschaftliche Tätigkeiten eines Unternehmens können dadurch genauer den jeweiligen Wirtschaftszweigen zugeordnet werden.

Gleichzeitig wurde die Berechnung auf das neue Basisjahr 2021 umgestellt. Die Änderungen gelten seit dem Berichtsmonat Mai 2026.

Redaktion
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