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Gefahr von Akkubränden vermeiden: BGN veröffentlicht wichtige Sicherheitstipps für Lithium-Ionen-Akkus

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Gefahr von Akkubränden vermeiden: BGN veröffentlicht wichtige Sicherheitstipps für Lithium-Ionen-Akkus
Photo by Kumpan Electric on Unsplash

Ob im Smartphone, im Akkuschrauber, im E-Bike, E-Scooter oder im industriellen Einsatz bei Elektro-Gabelstaplern und Firmenfahrzeugen: Lithium-Ionen-Akkus sind aus unserem Alltag und der modernen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Sie überzeugen durch ihr geringes Gewicht, eine kompakte Bauform, minimale Selbstentladung und eine extrem hohe Energiedichte. Allerdings bringen die Kraftpakete bei unsachgemäßem Umgang erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) mit Sitz in Mannheim schlägt Alarm und gibt konkrete Handlungsempfehlungen, um gefährliche Überhitzungen und Akkubrände zu vermeiden.

Die unsichtbare Gefahr: Ursachen für thermisches Durchgehen

Mit der steigenden Verbreitung von E-Mobilität und kabellosen Arbeitsgeräten fließen im Betrieb sowie beim Ladevorgang immer höhere Ströme. Werden die Energiespeicher falsch behandelt oder Beschädigungen ignoriert, kann es zu irreversiblen Zellschäden kommen. Im schlimmsten Fall droht ein sogenannter „Thermal Runaway“ (thermisches Durchgehen), bei dem der Akku unkontrollierbar brennt und giftige Gase freisetzt.

Die häufigsten Auslöser für Unfälle und Brände sind:

  • Mechanische Beschädigungen: Stürze, Stöße oder Quetschungen, die die inneren Separatorschichten der Zelle beschädigen.

  • Thermische Belastungen: Extrem hohe Temperaturen im Sommer (z. B. im geparkten Auto) oder das Laden bei Eiskälte.

  • Elektrische Fehlbelastungen: Tiefenentladung durch monatelanges ungenutztes Lagern oder Überladung durch ungeeignete Ladegeräte.

Zwar verfügen moderne Akkus über ein integriertes Batteriemanagementsystem (BMS), das vor Über- und Tiefenentladung schützt, doch bietet diese Elektronik keinen vollkommenen Schutz gegen äußere Einflüsse oder mechanische Defekte. Hier ist der sachgerechte Umgang durch den Nutzer gefragt.

Sicherheit beim Laden und Lagern: Die Kernempfehlungen der BGN

In ihrem Fachmagazin AKZENTE hat die BGN eine umfassende 14-Punkte-Checkliste für den sicheren Umgang mit Lithium-Ionen-Akkumulatoren im Betrieb und im Privathaushalt zusammengestellt.

Die wichtigsten Grundregeln für den Alltag im Überblick:

  1. Sichtprüfung durchführen: Akkus vor jedem Ladevorgang auf Deformierungen, Risse, Verfärbungen oder Schmorspuren prüfen. Beschädigte Akkus sofort außer Betrieb nehmen.

  2. Original-Ladegeräte nutzen: Ausschließlich die vom Hersteller freigegebenen Ladegeräte und Kabel verwenden. Unpassende Zubehör-Netzteile können falsche Spannungen liefern.

  3. Feuerfeste Unterlage: Akkus niemals auf brennbaren Materialien (z. B. Teppichen, Holzmöbeln oder Kleidung) aufladen. Empfohlen werden nicht brennbare Unterlagen oder spezielle Ladeboxen.

  4. Umgebungstemperatur beachten: Optimal ist ein Ladevorgang bei Raumtemperatur (ca. 10 bis 25 °C). Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

  5. Nicht unbeaufsichtigt über Nacht laden: Ladevorgänge idealerweise so planen, dass im Notfall schnell eingegriffen werden kann.

  6. Sachgerechte Lagerung: Bei längerer Nichtbenutzung die Akkus bei einem Ladezustand von etwa 30 bis 60 Prozent an einem kühlen, trockenen und rauchmelderüberwachten Ort aufbewahren.

Weiterführende Regelwerke und Brandschutz-Informationen

Für Betriebe, die größere Mengen an Akkus nutzen oder lagern, gelten verschärfte Brandschutzbestimmungen. Die BGN verweist hierzu auf die fundierten Regelwerke der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und des Bundesverbandes Technischer Brandschutz e.V.:

  • DGUV Information 205-041: Brandschutz beim Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien (Leitfaden für die Gefährdungsbeurteilung im Betrieb).

  • Fachbereich AKTUELL FBFHB-018: Hinweise zum betrieblichen Brandschutz bei der Lagerung und Verwendung von Lithium-Ionen-Akkus.

  • Sicherheitshinweise zum Löschen: Empfehlungen der DGUV und des Bundesverbandes Technischer Brandschutz zum richtigen Vorgehen im Brandfall.

Die vollständige 14-Punkte-Liste sowie alle praxisnahen Tipps sind im Webmagazin der BGN unter https://bgn-akzente.de/arbeitssicherheit/lithium-ionen-akkus-sicher-nutzen-und-laden kostenfrei abrufbar.

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│ ÜBER DIE BGN (BERUFSGENOSSENSCHAFT NAHRUNGSMITTEL UND GASTGEWERBE)          │
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│ • Sitz: Mannheim (gesetzliche Unfallversicherung seit 1885)                 │
│ • Branchen: Nahrungsmittel- & Getränkeindustrie, Gastronomie & Hotellerie,  │
│   Bäcker- & Fleischhandwerk, Brauereien, Zirkus- & Schaustellerbetriebe     │
│ • Reichweite: Über 3,8 Millionen Versicherte in mehr als 390.000 Betrieben  │
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