Die Koffer sind fast gepackt, die Route ist geplant und die Vorfreude auf die wohlverdiente Auszeit steigt. Doch inmitten des Trubels der Hauptreisezeit gerät ein entscheidender Punkt oft in Vergessenheit: die gesundheitliche Vorsorge. Damit die schönsten Wochen des Jahres nicht im Hotelbett oder gar im Krankenhaus enden, gibt das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, wertvolle Ratschläge für eine entspannte und sichere Reise.
Der Impfpass-Check: Standard-Impfungen als wichtigstes Fundament
Der erste Schritt der Reisevorbereitung sollte immer dem gelben Impfbuch gelten. Dr. Anne Kühn, Leiterin des Gesundheitsamts, rät dringend dazu, den eigenen Status rechtzeitig zu überprüfen. „Zunächst sollte man kontrollieren, ob alle empfohlenen Basisimpfungen vorhanden sind oder ob eine Auffrischung ansteht. Das geht im Alltag oft unter“, erklärt die Medizinerin.
Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Standardimpfungen sind keineswegs nur für den Alltag in Deutschland wichtig. Auf Reisen erlangen sie eine ganz neue Bedeutung:
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Andere Länder, andere Risiken: Infektionskrankheiten wie Masern oder Poliomyelitis (Kinderlähmung), die in Deutschland dank hoher Impfquoten inzwischen sehr selten geworden sind, treten in vielen Urlaubsländern noch weitaus häufiger auf.
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Erhöhtes Ansteckungsrisiko: Ohne aktuellen Schutz riskieren Urlauber eine Infektion im Ausland und bringen die Erreger im schlimmsten Fall mit nach Hause.
Bei Fragen zum aktuellen Impfstatus von Erwachsenen oder Kindern helfen die niedergelassenen Haus- und Kinderarztpraxen schnell und unkompliziert weiter.
Mücken, Malaria und tropische Fieber: Schutz vor unsichtbaren Gefahren
Ein großes Augenmerk müssen Reisende auf den Schutz vor Insektenstichen legen. In vielen tropischen und subtropischen Regionen sind Mücken nicht nur lästig, sondern übertragen gefährliche Krankheitserreger wie das Dengue-Fieber, das Chikungunya-Virus oder Malaria.
Da es gegen einige dieser Erkrankungen keine flächendeckenden Impfungen gibt, ist ein konsequenter Mückenschutz die wichtigste Barriere. Das Gesundheitsamt empfiehlt folgende Maßnahmen:
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Hautschutz: Hochwirksame Insektenschutzmittel (Repellents) regelmäßig und lückenlos auf die Haut auftragen.
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Kleidung: Lange, helle und im Idealfall stichfeste oder imprägnierte Kleidung tragen, die den Körper weitgehend bedeckt.
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Schlafbereich: Nutzung von intakten Moskitonetzen über dem Bett und das Schließen von Fliegengittern an den Fenstern.
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Prophylaxe: Für Reisen in ausgewiesene Risikogebiete sollte rechtzeitig eine medikamentöse Malariaprophylaxe mit dem Arzt besprochen werden.
Je nach genauem Reiseziel, der Dauer des Aufenthalts und der Art der Reise (beispielsweise Rucksackurlaub versus Hotelresort) kommen spezifische Impfempfehlungen hinzu. Typische Reiseimpfungen schützen unter anderem vor Hepatitis A, Typhus oder dem in einigen Ländern vorgeschriebenen Gelbfieber.
Rechtzeitig beraten lassen: Unterstützung vom Experten
Eine fundierte reisemedizinische Beratung benötigt Zeit – viele Impfungen müssen in bestimmten Abständen verabreicht werden, um pünktlich zum Reiseantritt den vollen Schutz zu entfalten. Als wichtige erste Orientierung dienen zudem die tagesaktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.
Für eine detaillierte, auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Beratung ist die eigene Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle. Wer eine zusätzliche Beratung wünscht, kann sich vertrauensvoll an das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises wenden. Die Experten bieten dafür einen unkomplizierten Service an: Über das Online-Portal des Amtes lässt sich mit wenigen Klicks ein Termin für eine ausführliche telefonische Reiseberatung buchen.
Die Online-Terminvereinbarung ist direkt unter der Adresse https://rnk.konsentas.de/form/12/ erreichbar.
Checkliste für Ihre Reiseapotheke
| Produktgruppe | Typische Inhalte | Einsatzzweck |
| Schutzmittel | Insektenspray (z. B. mit DEET oder Icaridin), Sonnencreme | Vorbeugung von Stichen und Verbrennungen |
| Medikamente | Schmerzmittel, Fiebersenker, Mittel gegen Durchfall und Übelkeit | Schnelle Selbsthilfe bei typischen Reisebeschwerden |
| Wundversorgung | Pflaster, Blasenpflaster, sterile Kompressen, Desinfektionsspray | Versorgung kleinerer Verletzungen unterwegs |
| Persönlicher Bedarf | Dauermedikation in ausreichender Menge (inkl. Puffer für Verzögerungen) | Sicherstellung der täglichen Behandlung |










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