Die Gewerkschaft ver.di macht sich für ein preiswerteres Nahverkehrsangebot für ältere Menschen im Südwesten stark. Wie der Landesbezirksvorstand in Stuttgart beschloss, soll die Landesregierung ein ermäßigtes Deutschlandticket für Senioren auf den Weg bringen. Als Vorbild nennt die Gewerkschaft das bereits bestehende Jugendticket für 45 Euro sowie ähnliche Modelle in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Seit Beginn des Jahres kostet das reguläre Deutschlandticket einheitlich 63 Euro.
Landesbezirksleiterin Maike Schollenberger begründete die Forderung mit der schwierigen finanziellen Lage vieler Rentner. Angesichts einer Durchschnittsrente von 950 Euro für Frauen im Land sei das Standardticket für viele nicht bezahlbar, was zu sozialer Isolation führe. Bestehende Sozialtickets seien oft mit hohen bürokratischen Hürden verbunden oder würden aus Scham nicht beantragt. Ein pauschal vergünstigtes Ticket für Senioren sei daher nicht nur sozial gerecht, sondern biete auch einen starken Anreiz für den klimaschonenden Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn.










Rückmeldung an den Autor?