Die Gewerkschaft ver.di in Baden-Württemberg hat scharfe Kritik an dem vom Südwestrundfunk angesetzten „Triell“ zur Landtagswahl geäußert. Die Landesbezirksleiterin Maike Schollenberger warf der Senderspitze vor, mit dem Format zur Normalisierung rechtsextremer Positionen beizutragen. Hintergrund ist die Teilnahme der AfD an der Diskussionsrunde. Schollenberger betonte, dass es faktisch keinen Dreikampf um das Amt des Ministerpräsidenten gebe und der SWR dieses Szenario künstlich inszeniere.
Gleichzeitig kritisierte die Gewerkschaft, dass Beschäftigte des Senders offenbar vor einer Teilnahme an den geplanten Gegendemonstrationen gewarnt wurden. Ver.di forderte die Senderspitze auf, das Demonstrationsrecht der Mitarbeiter unmissverständlich zu bestätigen. Ein Triell sei keine rechtliche Verpflichtung gewesen; alternative Formate mit allen relevanten Parteien wären journalistisch möglich gewesen. Die Proteste gegen die TV-Debatte finden am morgigen Abend vor der Phoenixhalle in Stuttgart-Bad Cannstatt statt.
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