Vor der entscheidenden dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst verschärft die Gewerkschaft ver.di den Druck auf die Arbeitgeber in Baden-Württemberg. Am heutigen Donnerstag sind Beschäftigte in Freiburg und Esslingen zu regionalen Warnstreiktagen aufgerufen. Betroffen sind unter anderem Universitäten, Kliniken und Landesämter. In Mannheim und Heidelberg werden zudem bereits seit Wochenbeginn gezielt die IT-Infrastruktur sowie studentische Mensen bestreikt.
Die Protestwelle soll sich in den kommenden Tagen fortsetzen: Für Montag sind große Kundgebungen in Stuttgart und Heilbronn geplant, am Dienstag folgen Aktionen in Karlsruhe, Mannheim und Tübingen. Auch der Kulturbetrieb ist betroffen; so wird am Samstag das Landestheater Tübingen ganztägig bestreikt, was voraussichtlich zu zahlreichen Vorstellungsausfällen führt. Ver.di fordert für die bundesweit rund 925.000 Tarifbeschäftigten der Länder sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die Verhandlungsführerin Maike Schollenberger betonte in Freiburg, dass höhere Löhne angesichts der stagnierenden Wirtschaft als notwendiger Impuls wirkten. Die Gespräche mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am kommenden Mittwoch in Potsdam fortgesetzt.











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