Sinsheim

Großbaustelle in Sinsheim: B39-Teilabschnitt ab Frühjahr für ein Jahr voll gesperrt

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Großbaustelle in Sinsheim: B39-Teilabschnitt ab Frühjahr für ein Jahr voll gesperrt
Symbolfoto ©jubu

Verkehrsteilnehmer in Sinsheim müssen sich auf eine längere und umfangreiche Baumaßnahme einstellen: Ein Teilabschnitt der Bundesstraße B39, die im Zuge ihrer Umwidmung ab der Autobahnabfahrt Steinsfurt bis zum westlichen Stadteingang saniert wird, muss voraussichtlich ab kommendem Frühjahr für mindestens ein Jahr voll gesperrt werden. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Klostergasse und der Alten Waibstadter Straße sowie zur Albrecht-Dürer-Straße.

In einer Sitzung des Kernstadtausschusses des Gemeinderats informierten Infrastrukturamtsleiter Bernd Heumann, Bürgermeister Bernd Kippenhan und Oberbürgermeister Marco Siesing über die Pläne. Bürgermeister Kippenhan stellte klar, dass eine halbseitige Sperrung aufgrund des benötigten sicheren Arbeitsraums für die Bautrupps und Maschinen nicht möglich sei.

Alle Details zu den Auswirkungen der Sperrung, von der Mülltonnenabfuhr über Parkmöglichkeiten bis hin zu Umleitungen und Nahverkehrsoptionen, sollen Anwohnern und Betroffenen bei einer bald stattfindenden Bürgerversammlung mitgeteilt werden. Auch der Stadtteil Steinsfurt und Rohrbach werden von den Bauarbeiten betroffen sein.

Im Rahmen der Herabstufung der Bundesstraße werden Teile der Hauptstraße und deren Untergrund aufwendig saniert. Die Maßnahme im Bereich der Kernstadt ist in vier Abschnitte unterteilt. Besonders der rund 665 Meter lange östliche Abschnitt, der als der intensivste gilt, sieht nicht nur eine Erneuerung der Fahrbahnoberfläche vor. Auch weite Teile der Kanalisation und der Wasserversorgung werden saniert und erneuert, zudem werden Hausanschlüsse neu verlegt.

Ein komplexes Ingenieurbauwerk ist ebenfalls geplant: Ein 19 Meter mächtiger sogenannter Kanal-Düker muss gebaut werden, bei dem die Elsenz in mehr als einem Meter unterhalb des Bachbetts mit einem Abfluss-Bauwerk unterführt wird. Laut Bürgermeister Kippenhan entspricht dies dem neuesten Stand der Technik.

Die Umwidmung der Bundesstraße und die damit verbundenen Sanierungsarbeiten sind das Ergebnis von Verhandlungen mit dem Regierungspräsidium in Karlsruhe. Für die Stadt Sinsheim ergeben sich dadurch mehr städteplanerische Freiheiten und verkehrsplanerische Optionen, wie beispielsweise die langfristige Planung einer Fußgängerzone in Teilen der Hauptstraße.

Der Bund beteiligt sich zudem maßgeblich an der Finanzierung der Straßensanierung. Die gleichzeitige Erneuerung alter Hausanschlüsse, Kanäle und anderer Infrastruktureinrichtungen der Stadtwerke oder der Netze BW ist üblich, da so nur einmal aufgegraben werden muss und sich die Kosten aufteilen. Auch zwei größere Bushaltestellen an der Klostermühle werden im Zuge der Arbeiten barrierefrei umgebaut, wofür 75 Prozent der Kosten durch Fördermittel gedeckt werden. Die genauen Kosten, die die Stadt tragen muss, stehen derzeit noch nicht fest.

Die vier Sanierungsabschnitte in der Kernstadt umfassen punktuelle Maßnahmen in der Hauptstraße von der Einmündung Westliche Ringstraße bis zur Klostergasse, die nun beschriebene Hauptmaßnahme in zwei Abschnitten sowie weitere punktuelle Sanierungen ab der Albrecht-Dürer-Straße bis zum Rohrbacher Ortseingang. Ein großes Projekt, über das in den kommenden Wochen noch detailliert informiert werden wird.

Redaktion
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