Steigende Mieten und fehlender Wohnraum werden im Rhein-Neckar-Kreis zunehmend zur Existenzbedrohung für junge und ältere Menschen. Wie die Gewerkschaft IG BAU Nordbaden unter Berufung auf den neuen „Sozialen Wohn-Monitor“ mitteilt, können sich viele der rund 7.500 Auszubildenden in der Region keine eigene Wohnung mehr leisten.
Bezirksvorsitzender Wolfgang Kreis warnte davor, dass bereits erste Ausbildungsverträge an zu teuren Mieten scheiterten. Dies könne sich die heimische Wirtschaft angesichts des Fachkräftemangels nicht erlauben. Die Gewerkschaft fordert daher vom Bund und dem Land Baden-Württemberg gezielte Steueranreize für Betriebe, die Azubi-Wohnraum schaffen. Sorge bereitet der IG BAU zudem die Situation der rund 72.000 sogenannten Baby-Boomer im Kreis, die bis 2035 in Rente gehen. Viele von ihnen drohen aufgrund niedriger Renten in die „Wohnarmut“ abzurutschen. Um den Druck auf den Markt zu senken, fordert die Gewerkschaft eine massive Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts müsse die Zahl der Sozialwohnungen im Land auf über 224.000 verdoppelt werden. Nur durch einfachere Baustandards und sofort verfügbare Fördergelder lasse sich preiswerter Wohnraum in dieser Größenordnung realisieren.













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