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Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg brauchen Pflege

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Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg brauchen Pflege

Zahl der Pflegebedürftigen wächst in allen Landkreisen

Im Dezember 2023 waren in Baden-Württemberg insgesamt 624.831 Menschen pflegebedürftig. Das sind 15,6 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. In jedem der 44 Stadt- und Landkreise ist die Zahl gestiegen. Die Pflegequote – also wie viele Menschen von 100 Einwohnern pflegebedürftig sind – liegt landesweit bei 5,6. Am höchsten ist sie im Neckar-Odenwald-Kreis mit 7,7 und im Main-Tauber-Kreis mit 7,1. In Städten wie Freiburg, Heidelberg oder Stuttgart ist die Quote deutlich niedriger, meist unter 4,5 Prozent, da dort mehr junge Menschen leben.

Meiste Pflege findet zu Hause statt

Die allermeisten Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Das waren im Dezember 2023 rund 532.000 Menschen – also 85,1 Prozent aller Pflegebedürftigen. Auch diese Zahl ist in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen, nämlich um 18,6 Prozent. Besonders viele werden ausschließlich von Angehörigen gepflegt. Das sind über 290.000 Menschen – 20 Prozent mehr als 2021. Weitere Gruppen erhalten Pflege durch Dienste oder nutzen andere Unterstützungsangebote. Bei den ambulanten Pflegediensten gab es in einigen Regionen sogar Rückgänge, insgesamt ist die Zahl aber um 9,8 Prozent gewachsen.

Weniger Menschen in Pflegeheimen als erwartet

Nur etwa 93.000 Pflegebedürftige in Baden-Württemberg leben in Pflegeheimen. Das sind nur rund 15 Prozent. Seit 2021 hat sich diese Zahl kaum verändert, der Zuwachs beträgt nur 1,3 Prozent. In einigen Landkreisen ist die Zahl sogar gesunken, zum Beispiel um bis zu 7,9 Prozent. Nur in 31 der 44 Kreise gab es leichte Anstiege.

Zahl der Pflegeeinrichtungen steigt leicht

In ganz Baden-Württemberg gibt es jetzt 3.356 Pflegeeinrichtungen. Das ist ein Anstieg um 2,5 Prozent. In den Landkreisen stieg die Zahl etwas stärker (+2,8 %) als in den Städten (+1,1 %). Besonders große Zuwächse gab es in den Landkreisen Rottweil, Heidenheim und Calw. In 14 Kreisen ist die Zahl der Einrichtungen dagegen zurückgegangen – zum Beispiel im Zollernalbkreis oder im Stadtkreis Heidelberg.

Mehr Pflegekräfte, aber nicht überall

Die Zahl der Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen ist ebenfalls gestiegen. Landesweit arbeiten jetzt über 149.000 Menschen in diesem Bereich – das sind 2,5 Prozent mehr als 2021. In den Landkreisen kamen fast 3.000 Pflegekräfte dazu, in den Stadtkreisen knapp 700. Allerdings ist der Personalzuwachs nicht in allen Regionen gleich. In manchen Kreisen ging die Zahl der Beschäftigten sogar zurück.

Redaktion
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