Rund 94.000 Kinder kamen 2025 zur Welt
In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2025 insgesamt 94.061 Kinder geboren. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes kamen davon 91.000 Kinder in städtischen Gemeinden und 3.061 Kinder in ländlichen Gemeinden zur Welt. Weil in Städten wesentlich mehr Menschen leben als in ländlichen Gemeinden, lassen sich die absoluten Geburtenzahlen allerdings nur schwer miteinander vergleichen. Dafür wird die sogenannte Geburtenrate verwendet. Sie gibt an, wie viele Kinder je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner geboren werden.
In den städtischen Gemeinden Baden-Württembergs lag diese Geburtenrate 2025 bei durchschnittlich 8,38 Kindern je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In den ländlichen Gemeinden waren es 8,05 Kinder. Damit wurden in den Städten, gemessen an der jeweiligen Einwohnerzahl, etwas mehr Kinder geboren als auf dem Land.
Unterschied zwischen Stadt und Land wird kleiner
Vor zehn Jahren war der Abstand noch deutlicher. Im Jahr 2015 kamen in den städtischen Gemeinden durchschnittlich 9,33 Kinder auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In den ländlichen Gemeinden lag die Geburtenrate damals bei 8,26 Kindern. Seitdem ist die Geburtenrate in beiden Gruppen gesunken, in den Städten allerdings wesentlich stärker.
Die Entwicklung steht auch im Zusammenhang mit dem allgemeinen Rückgang der Geburtenzahlen, der seit 2021 zu beobachten ist. Gleichzeitig haben sich die Geburtenraten von städtischen und ländlichen Gemeinden einander angenähert. Während der Unterschied 2015 noch bei 1,07 Geburten je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner lag, waren es 2025 nur noch 0,33.
Heilbronn mit höchster Geburtenrate
Auch zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen gibt es deutliche Unterschiede. Unter den städtisch geprägten Regionen verzeichnete der Stadtkreis Baden-Baden 2025 mit 6,41 Geburten je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner die niedrigste Geburtenrate. Am höchsten war sie im Stadtkreis Heilbronn mit 9,48 Kindern je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Bei den ländlich geprägten Regionen lag der Landkreis Waldshut mit 7,01 Geburten je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner am unteren Ende. Die höchste Geburtenrate dieser Gruppe erreichte der Alb-Donau-Kreis mit 8,90 Kindern je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
So werden städtische und ländliche Gebiete unterschieden
Für die Statistik werden die Gemeinden nach ihrer Größe und Funktion verschiedenen Kategorien zugeordnet. Große und kleinere Großstädte, größere und kleinere Mittelstädte sowie größere und kleine Kleinstädte werden für diese Auswertung als städtische Gemeinden zusammengefasst. Landgemeinden zählen zu den ländlichen Gemeinden.
Bei der Einteilung ganzer Stadt- und Landkreise gelten andere Kriterien. Hier spielen unter anderem die Bevölkerungsdichte und die Lage innerhalb der Siedlungsstruktur eine Rolle. Kreisfreie Großstädte und städtische Kreise werden als städtisch geprägte Kreise zusammengefasst. Ländliche Kreise und dünn besiedelte ländliche Kreise zählen zu den ländlich geprägten Kreisen. Grundlage dieser Einteilungen ist das Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes.
Neues Verfahren zum Schutz statistischer Daten
Seit dem Berichtsjahr 2025 verwendet die Statistik der Geburten die sogenannte Cell-Key-Methode zur Geheimhaltung von Daten. Das Verfahren soll verhindern, dass aus veröffentlichten Statistiken Rückschlüsse auf einzelne Personen gezogen werden können.
Dadurch kann es bei Tabellen oder Grafiken vorkommen, dass die Summe einzelner veröffentlichter Werte geringfügig von der ebenfalls veröffentlichten Gesamtzahl abweicht. Solche Unterschiede entstehen durch das Geheimhaltungsverfahren und sind daher nicht automatisch ein Rechenfehler.












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