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Industrie in BaWü investiert etwas mehr Geld

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Industrie in BaWü investiert etwas mehr Geld

Gesamtinvestitionen im Jahr 2024

Die Industriebetriebe in Baden-Württemberg haben im Jahr 2024 insgesamt 14,0 Milliarden Euro investiert. Das teilt das Statistische Landesamt mit. Im Vergleich zum Jahr 2023 ist das ein leichter Anstieg um 0,5 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das ein Plus von rund 70 Millionen Euro. Damit haben die Unternehmen insgesamt etwas mehr Geld ausgegeben als im Vorjahr, auch wenn der Zuwachs eher gering ausfiel.

Mehr Geld für Maschinen, weniger für Gebäude

Der größte Teil der Investitionen floss in Ausrüstungsgüter. Dazu zählen zum Beispiel Maschinen, technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. In diesem Bereich investierten die Industriebetriebe 12,2 Milliarden Euro. Das sind 1,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ausrüstungsgüter machten damit 87,2 Prozent aller Industrieinvestitionen aus. Deutlich weniger Geld wurde dagegen in Grundstücke und Gebäude gesteckt. Hier sank das Investitionsvolumen auf 1,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 4,5 Prozent gegenüber 2023. Der Anteil von Grundstücken und Bauten an den Gesamtinvestitionen lag bei 12,8 Prozent.

Unterschiede zwischen den Industriebranchen

Nicht alle Industriezweige investierten gleich stark. In etwa zwei Fünfteln der betrachteten Branchen stiegen die Investitionen im Jahr 2024. Besonders viel Geld floss in die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Diese Branche investierte 4,1 Milliarden Euro und damit 453 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 12,3 Prozent. Fast ein Drittel aller Industrieinvestitionen im Südwesten entfiel damit auf diesen Bereich. Trotz eines Rückgangs blieb der Maschinenbau die zweitwichtigste Branche mit Investitionen von 2,3 Milliarden Euro. An dritter Stelle folgte die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 1,4 Milliarden Euro, ebenfalls mit einem Minus gegenüber dem Vorjahr. Zusammen standen diese drei Branchen für mehr als die Hälfte aller Industrieinvestitionen.

Regionale Unterschiede innerhalb Baden-Württembergs

Auch zwischen den Regionen gab es deutliche Unterschiede. Nur in fünf von zwölf Regionen stiegen die Investitionen im Vergleich zu 2023. Klarer Schwerpunkt blieb die Region Stuttgart. Dort investierten die Industriebetriebe 3,8 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 5,0 Prozent entspricht. Der Anteil der Region Stuttgart an den gesamten Industrieinvestitionen erhöhte sich damit weiter. An zweiter Stelle lag die Region Heilbronn-Franken mit 1,6 Milliarden Euro, allerdings mit einem Rückgang von 2,2 Prozent. Die Region Rhein-Neckar belegte Platz drei und verzeichnete mit 1,1 Milliarden Euro einen deutlichen Zuwachs von 17,3 Prozent.

Was unter Industrieinvestitionen verstanden wird

Als Investitionen gelten die Ausgaben für neue Sachanlagen, die aktiviert werden, also zum Beispiel neue Maschinen oder Gebäude. Zu den Industriebetrieben zählen produzierende Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus, sofern sie mindestens 20 Beschäftigte haben. Diese Definition bildet die Grundlage für die vom Statistischen Landesamt ausgewerteten Daten.

Redaktion
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