Treffen mit Austausch und Vorträgen
Der Inklusionsbeirat des Rhein-Neckar-Kreises hat sich zu einer ganztägigen Klausurtagung in Schwetzingen getroffen. Mit dabei waren 20 Mitglieder des Beirats sowie die kommunale Behindertenbeauftragte Silke Ssymank. Die Tagung fand im Palais Hirsch statt. Schwetzingens Oberbürgermeister Matthias Steffan begrüßte die Teilnehmenden mit einem Grußwort.

Inklusionsbeirat des Rhein-Neckar-Kreises mit Silke Ssymank, Kommunale Behindertenbeauftragte des Kreises (7. v. l.) ©LRA
Am Vormittag stellte der Vorstand der Stiftung Pro Kommunikation seine Arbeit vor. Dabei ging es auch um mögliche gemeinsame Projekte in der Zukunft. Anschließend hielt Steffen Schwab vom Büro für Leichte Sprache der Lebenshilfe Heidelberg einen Vortrag. Er erklärte anschaulich die Unterschiede zwischen Leichter Sprache und Einfacher Sprache und gab praktische Tipps zur Umsetzung.
Neue Mitglieder gewählt
Beim gemeinsamen Mittagessen tauschten sich die Teilnehmer über ihre Erfahrungen aus. Am Nachmittag wurden zwei neue Mitglieder in den Beirat gewählt: Nicole Weber aus Leimen und Marcus Stoll aus Bammental. Beide vertreten die Interessen von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen. Die Mitglieder hatten die beiden bereits im Juni bei einem Stammtisch kennengelernt.
Nach der Wahl informierte die Behindertenbeauftragte über aktuelle Entwicklungen, bereits durchgeführte Veranstaltungen und kommende Termine. Ein zentrales Thema war das Projekt „Kommunale Inklusionsvermittler“ (KIV), das seit Anfang 2024 in 15 Kommunen des Landkreises läuft. Dort gibt es zum Beispiel Gesprächsgruppen, Sprechstunden oder barrierefreie Internetseiten.
Projekte und Rückblick
Die Koordinierungsgruppe des Beirats stellte ihre Aufgaben vor. Im letzten Jahr fanden zwei Stammtische statt. Außerdem wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich am Teilhabeplan für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung beteiligt.
Danach wurden zwei konkrete Inklusionsprojekte vorgestellt. Kerstin Herbold berichtete vom Musikprojekt „Doch, ich kann das“ des Vereins „Wir dabei e.V.“. Rudi Bamberger stellte das Projekt „Barrierefreie Schwimmbäder“ vor. Ziel ist es, dass andere Mitglieder diese Ideen in ihre Gemeinden weitertragen.
Zusammenarbeit soll verbessert werden
Zum Abschluss arbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen. Es ging um die Frage, was in den letzten zwei Jahren gut lief und was verbessert werden kann. Es soll künftig eine Liste mit den Fähigkeiten der Mitglieder geben, damit Kommunen bei Anfragen besser passende Ansprechpartner finden.
Die Teilnehmenden bewerteten die Angebote wie die Koordinierungsgruppe, Stammtische und Patenschaften als hilfreich. Werner Zieger, Sprecher des Beirats, lobte die gute Zusammenarbeit im Team. Die Tagung endete am Abend mit dem gemeinsamen Eindruck, dass der Tag viele gute Ergebnisse gebracht hat.
Wer ist der Inklusionsbeirat?
Der Inklusionsbeirat setzt sich für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Rhein-Neckar-Kreis ein. Er berät die Behindertenbeauftragte, die Kreisverwaltung und die Städte und Gemeinden. Im Beirat sind 29 Personen. Viele von ihnen haben selbst eine Behinderung. Es machen aber auch Angehörige und Menschen mit besonderem Engagement für Inklusion mit. Die Altersgruppe reicht von 18 bis 76 Jahren.













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