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Internationaler Tag der Familie: So schützen sich Familien vor Brandgefahren

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Internationaler Tag der Familie: So schützen sich Familien vor Brandgefahren

Am 15. Mai feiern wir den Internationalen Tag der Familie. Dieser von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Gedenktag erinnert uns daran, wie unverzichtbar Fürsorge und Zusammenhalt im Alltag sind. Für viele ist es ein Anlass, Zeit mit Eltern und Großeltern zu verbringen. Doch wahre Fürsorge geht über den gemeinsamen Kaffeeklatsch hinaus: Experten nutzen diesen Tag, um Familien für die Sicherheit im Haushalt älterer Menschen zu sensibilisieren – insbesondere in der Küche.

Sicherheits-Check beim Familienbesuch

Die Initiative „Stop Herdbrand“ rät dazu, regelmäßige Besuche für einen kleinen Sicherheits-Rundgang zu nutzen. Oft sind es Kleinigkeiten, die im Alter zur Gefahr werden.

  • Elektro-Check: Prüfen Sie alte Kabel und tauschen Sie beschädigte Elektrogeräte konsequent aus.

  • Wartung: Testen Sie die Funktion der Rauchmelder und sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung.

  • Fluchtwege: Beseitigen Sie Stolperfallen in Fluren und Durchgängen.

Risikozone Küche: Warum Senioren besonders gefährdet sind

Statistiken zeigen ein deutliches Bild: 48 Prozent aller Brände entstehen in der Küche. Erschwerend kommt hinzu, dass 61 Prozent der Brandopfer in Deutschland über 60 Jahre alt sind.

Saskia Weiß, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V., erklärt, dass nachlassende Sinneswahrnehmungen, Gedächtnisprobleme oder eingeschränkte Mobilität dazu führen, dass Gefahren am Herd zu spät erkannt werden. „Schon kleine Einschränkungen in der Reaktionsfähigkeit können zu gefährlichen Situationen führen“, so Weiß.

Technische Lebensretter: Der Herdwächter

Um die Selbstständigkeit älterer Menschen zu bewahren, ohne Risiken einzugehen, empfiehlt der Deutsche Feuerwehrverband technische Unterstützung. Ein sogenannter Herdwächter überwacht das Kochgeschehen mittels Sensoren über dem Kochfeld.

  1. Erkennung: Das System registriert gefährliche Temperaturentwicklungen.

  2. Warnung: Zunächst ertönt ein akustisches Warnsignal.

  3. Abschaltung: Erfolgt keine Reaktion, unterbricht die Steuereinheit automatisch die Stromzufuhr und schaltet das Kochfeld ab.

Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, betont: „Herdwächter verhindern einen Brand, bevor Menschen überhaupt in Gefahr geraten“.

Finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse

Gute Nachrichten für die Haushaltskasse: Herdwächter sind als technische Pflegehilfsmittel anerkannt. Wenn ein Pflegegrad vorliegt, können die Pflegeversicherungen die Kosten für Anschaffung und Einbau oft übernehmen. Alternativ ist eine Bezuschussung als „wohnumfeldverbessernde Maßnahme“ möglich. Anträge können direkt vom Versicherten oder bevollmächtigten Angehörigen gestellt werden.

Redaktion
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