Manch einer wird sich noch erinnern, an Jürgen Seel aus Epfenbach. Er war einer, auf den man stets bauen konnte und der 26 Jahre (1978-2004) an der Spitze des SPD-Ortsvereins stand. Genossen seines Schlages nannte man einst „Parteisoldat“; sie kannten ihren OV aus dem Eff-Eff. Verteilaktionen, Infostände, Plakatierung, OV-Zeitung, Sommerfeste, Kreisparteitage: Genossen wie Jürgen setzten Vieles in Gang, kümmerten sich vor Ort um nahezu Alles und sorgten dafür, dass es „läuft“ – das war das Wichtigste. Willy Brandt hatte ihn 1972 zum Parteieintritt bewogen.
Jürgen war ein Schaffer, ohne viel Worte zu machen. Er hatte stets den Überblick, dabei gut organisiert und vor Ort war er meist der Erste und der Letzte. Zuverlässig, loyal, immer aufrichtig – seine Hilfsbereitschaft und Kameradschaft waren beispielhaft und brachten ihm die große Wertschätzung seiner Epfenbacher ein. Unter seiner Verantwortung gehörte der Ortsverein zu den SPD-Hochburgen im Rhein-Neckar-Kreis und stellte sogar die stimmenstärkste Gemeinderatsfraktion im Ort.
Das 60jährige Jubiläum seines Ortsvereins vor wenigen Wochen hätte er sicher gerne mitgenommen, aber das war ihm, weil gesundheitlich stark angeschlagen, nicht mehr vergönnt. Jetzt ist er im Alter von 82 Jahren verstorben.














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