Im Ernstfall bleibt oft weniger Zeit, als man für das Kochen eines weichen Eis benötigt: Genau 120 Sekunden trennen im Brandfall Sicherheit von Lebensgefahr. Um dieses lebenswichtige Bewusstsein bei jungen Menschen zu schärfen, rief das Forum Brandrauchprävention e. V. bereits zum fünften Mal zum bundesweiten Jugendwettbewerb „Was tun, wenn’s brennt? 120 Sekunden, um zu überleben“ auf. Jetzt stehen die Gewinner des Schuljahres 2025/2026 fest – und sie beweisen, dass Brandschutz alles andere als trocken sein muss.
Kreativität rettet Leben: Die Preisträger 2026
Insgesamt 10.000 Euro Preisgeld, gestiftet von den Öffentlichen Versicherern, wurden an Schulen und Jugendfeuerwehren vergeben, die mit innovativen Projekten über das richtige Verhalten im Brandfall aufklärten. Die hochkarätige Fachjury, unter anderem besetzt mit Experten des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), hatte die Qual der Wahl.
Die Gewinner im Überblick:
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1. Platz (5.000 Euro): Die IGS Kastellstraße aus Wiesbaden (Hessen) sicherte sich den Spitzenplatz. Ihr Projekt überzeugte durch eine besonders starke Vermittlung der Rettungswege und Verhaltensregeln. Die feierliche Preisverleihung findet am 5. Mai 2026 direkt vor Ort in der Gesamtschule statt.
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2. Platz (2.000 Euro): Die Jugendfeuerwehr Dornstetten (Baden-Württemberg) punktete mit dem packenden Video „Was tun, wenn’s brennt? Verhältst du dich richtig?“.
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3. Platz (1.000 Euro): Die BBS Technik 2 aus Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) digitalisierte die Prävention und reichte ein interaktives 120-Sekunden-Online-Quiz ein.
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Sonderpreis (2.000 Euro): Das St.-Theresien-Gymnasium aus Ruppichteroth (NRW) rührte die Jury mit dem Song und Video „Omi und Opi, passt gut auf Euch auf!“, das gezielt die Sicherheit der älteren Generation in den Fokus rückt.
Warum 120 Sekunden? Die unterschätzte Gefahr
Viele Menschen glauben fälschlicherweise, sie hätten bei einem Brand im Haus genügend Zeit, um Habseligkeiten zusammenzusuchen oder das Feuer selbst zu löschen. „Vielen ist nicht bewusst, dass im Ernstfall oft nur zwei Minuten bleiben, um sich in Sicherheit zu bringen“, erklärt Andreas Friese, Vorsitzender des Forum Brandrauchprävention e. V.
Der Wettbewerb nutzt die Authentizität Jugendlicher, um dieses Wissen in Familien, Freundeskreise und soziale Netzwerke zu tragen. „Jugendliche erreichen ihre Mitmenschen besonders authentisch. Das stärkt das Bewusstsein für richtiges Verhalten in der gesamten Gemeinde nachhaltig“, so Friese weiter.
Starke Stimmen für die Prävention
Schirmherrin Sabine Krummenerl vom Vorstand der Provinzial Versicherung betont die Relevanz der Früherziehung: „Beim Thema Brandschutz zählt jede Sekunde. Die kreativen Projekte zeigen, wie wirkungsvoll Jugendliche diese Botschaft weitertragen können.“
Auch Hermann Schreck, Vizepräsident des DFV, zeigt sich beeindruckt vom Engagement der Schulen und Feuerwehren: „Ob Video, Aktion oder Online-Quiz – jeder Beitrag hilft, Gefahren besser zu verstehen. Für uns sind eigentlich alle Teilnehmenden Gewinner.“
Über die Initiative „Rauchmelder retten Leben“
Seit dem Jahr 2000 setzt sich das Forum Brandrauchprävention e. V. für die Aufklärung über Rauchwarnmelder und Brandschutzprävention ein. Dem Verein gehören führende Verbände wie der DFV und die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) an. Ziel ist es, die Zahl der Brandtoten in Deutschland durch Aufklärung und Technik kontinuierlich zu senken.
Wer sich die prämierten Projekte ansehen möchte, findet alle Beiträge und das Siegervideo unter: 120sek.de.














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