ver.di droht mit Warnstreiks
In den Tarifverhandlungen für die rund 5.000 Beschäftigten privater Kliniken in Baden-Württemberg ist ein Durchbruch vorerst gescheitert. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde in Reutlingen legte der Arbeitgeberverband VPKA kein neues Angebot vor. Die Klinikbetreiber verwiesen erneut auf eine schwierige Finanzlage und blieben bei ihrem bisherigen Vorschlag, der lediglich minimale Lohnsteigerungen vorsieht.
Die Gewerkschaft ver.di reagierte enttäuscht. Verhandlungsführer Ingo Busch betonte, die Beschäftigten könnten nicht nachvollziehen, warum bei anderen privaten Trägern Abschlüsse möglich seien, hier aber nicht. Angesichts des Fachkräftemangels sei das aktuelle Angebot unzureichend, um Personal zu halten oder neu zu gewinnen. Ver.di fordert unter anderem eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens aber 300 Euro mehr pro Monat. Für die Zeit bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 3. März kündigte die Gewerkschaft nun betriebliche Aktionen bis hin zu Warnstreiks an. Betroffen sind unter anderem Einrichtungen in Isny, Göppingen und Bad Rappenau.














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