Mehr als 50 Fachkräfte aus den Bereichen Klimaschutz, Stadtplanung und Mobilität haben sich bei einem Netzwerktreffen im Rhein-Neckar-Kreis über klimafreundliches Planen und Bauen ausgetauscht. Eingeladen hatten die Geschäftsstelle Klimaschutz und die Stabsstelle Nachhaltige Mobilität des Landratsamts. Ziel war es, Wege zu finden, wie Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel und umweltfreundliche Mobilität besser in die Bauleitplanung eingebunden werden können.
Werkzeuge sind vorhanden, müssen aber besser genutzt werden
Im ersten Teil des Treffens erklärte Mareike Ludwig vom Baurechtsamt des Landkreises, welche rechtlichen Instrumente es in der Bauleitplanung gibt. Danach zeigten Sabrina Hoffmann und Dr. Joachim Fallmann von der Stadt Heidelberg, wie diese Instrumente in der Praxis funktionieren. Sie betonten, dass viele Werkzeuge bereits existieren, aber oft nicht konsequent eingesetzt werden. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung sei es wichtig, Klimathemen frühzeitig zu berücksichtigen. Auch Fehler aus früheren Projekten wurden offen angesprochen, um daraus zu lernen. Tobias Vogt von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg hob hervor, dass Fuß- und Radverkehr sowie der öffentliche Nahverkehr von Anfang an mitgeplant werden sollten.
Beispiele aus der Praxis geben Orientierung
Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten Kommunen ihre Erfahrungen vor. Kastor Höhn aus Weinheim präsentierte einen neuen Leitfaden zur klimagerechten Bauleitplanung. Charlotte Klingmüller aus Bruchsal zeigte, wie ein solches Konzept in ihrer Stadt bereits umgesetzt wird. Beide betonten, wie wichtig klare Vorgaben und Checklisten für die tägliche Arbeit in der Stadtplanung sind. Diese helfen dabei, Abläufe zu vereinheitlichen und Diskussionen zu vermeiden. In der anschließenden Diskussion konnten die Teilnehmenden Fragen stellen und sich untereinander austauschen.
Zusammenarbeit ist entscheidend
Die Teilnehmenden waren sich einig: Klimaschutz kann nur funktionieren, wenn verschiedene Fachbereiche eng zusammenarbeiten. Deshalb ist der Austausch untereinander besonders wichtig. Janine Weiß von der Geschäftsstelle Klimaschutz freute sich über das große Interesse: Das Treffen habe viele neue Ideen angestoßen und gezeigt, wie wichtig solche Veranstaltungen für die tägliche Arbeit sind.
Ein wachsendes Netzwerk
Das Treffen war Teil eines regelmäßigen Netzwerks, das seit 2017 im Rhein-Neckar-Kreis besteht. Anfangs nahmen nur rund zehn Personen teil, mittlerweile sind es über 40. Ziel des Netzwerks ist es, die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen zu verbessern und gemeinsam an Lösungen für den Klimaschutz zu arbeiten.







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